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D-Log M
Kamera · Begriffe

D-Log M

Murnau AI illustration
color grading dji dji osmo pocket 3 dynamic range hdr hlg log gamma lut

DJIs reduziertes logarithmisches Aufzeichnungsprofil in 10 Bit — flacher als Rec. 709, zahmer als volles D-Log, gedacht fuer kleine Sensoren in Actionkameras und Drohnen.

D-Log M ist DJIs abgeschwächtes Log-Profil. Das M steht für Medium und bezeichnet genau das: eine Kurve, die zwischen dem vollen D-Log der größeren DJI-Kameras und einem normalen Rec.-709-Bild liegt. Sie sitzt an Geräten wie der Osmo Pocket 3, der Osmo Action 5 Pro und den kleineren Drohnen — also dort, wo der Sensor klein ist.

Was es ist und was es nicht ist

D-Log M ist eine Aufzeichnungskurve, kein LUT und kein Look. Die Tonwerte werden über den Helligkeitsbereich gleichmäßiger verteilt als in einem Standardprofil, sodass in Lichtern und Tiefen mehr Zeichnung erhalten bleibt. Das Bild sieht ab Kamera flau und kontrastarm aus — das ist der Zweck, nicht der Fehler. Die Aufzeichnung erfolgt in 10 Bit, was rund eine Milliarde Farbwerte statt der 16,7 Millionen einer 8-Bit-Aufzeichnung bedeutet. Ohne diese Bittiefe wäre ein Log-Profil kontraproduktiv: die Streckung des Kontrasts in der Farbkorrektur würde Abrisse in Himmeln und Hauttönen erzeugen.

Warum es das abgeschwächte Profil überhaupt gibt

Ein volles Log-Profil setzt Dynamikumfang voraus. Ein Sensor, der ihn nicht hat, liefert unter einer aggressiven Log-Kurve vor allem eines: hochgezogenes Rauschen in den Tiefen. D-Log M ist die Antwort darauf — weniger flach, dafür sauber. Der Sensor der Osmo Action 5 Pro misst 1/1,3 Zoll bei 2,4 Mikrometern Pixelgröße und erreicht damit bis zu 13,5 Blendenstufen. Das ist beachtlich für diese Baugröße und deutlich unter dem, was eine Cine-Kamera liefert. Genau in dieser Spanne liegt der Einsatzbereich von D-Log M.

Was das am Set bedeutet

Drei Dinge sind zu beachten. Erstens: nach rechts belichten, aber ohne die Lichter zu verlieren — Log verzeiht Unterbelichtung schlechter als jedes Standardprofil, weil das Rauschen mit dem Kontrast hochgezogen wird. Zweitens: manueller Weißabgleich, weil eine automatische Korrektur die Farbtemperatur im Verlauf einer Einstellung wandern lässt und das in der Farbkorrektur nicht mehr sauber zu trennen ist. Drittens: ein Monitor-LUT, sonst ist am Set nicht zu beurteilen, was die Kamera tatsächlich aufzeichnet.

Einordnung

D-Log M steht in derselben Reihe wie S-Log3, V-Log, Log-C und RED Log — mit dem Unterschied, dass es nicht für große Sensoren gedacht ist, sondern gegen deren Fehlen. Es markiert die Schwelle, an der eine Kamera unterhalb der Tausend-Euro-Grenze in einen professionellen Grading-Workflow einsteigt. Das Ergebnis ist nicht das Bild einer Cine-Kamera. Es ist aber Material, das sich mit dem einer Cine-Kamera in denselben Schnitt legen lässt.

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