16mm-Reportagekamera von 1973 mit fest verbautem 12,5-75mm-Zoom (T2.5 / f1.8) — gebaut fuer Aufnahmen, bei denen kein Objektivwechsel stattfindet.
Die Scoopic 16M kam im April 1973 auf den Markt und war für Nachrichten- und Reportagearbeit gedacht: Kamera und Objektiv sind eine Einheit, das Zoom lässt sich nicht abnehmen. Was heute wie eine Einschränkung wirkt, war der Zweck — wer allein arbeitet und keine zweite Hand für einen Objektivwechsel hat, braucht eine Optik, die den ganzen Bereich abdeckt.
Die Optik
12,5 bis 75 mm, also 6:1, mit 16 Elementen in 12 Gruppen. Canon führt die Lichtstärke im eigenen Datenblatt doppelt: t/2.5 (f/1.8). Beide Werte sind richtig und beschreiben dieselbe Blende — f/1.8 ist die geometrische Blendenzahl, T2.5 der gemessene Transmissionswert. Die Differenz von gut einer Blende ist die Rechnung für 24 Glas-Luft-Flächen mit Vergütungen von 1973. Wer die Kamera heute einsetzt, disponiert nach T2.5 und belichtet nach T2.5; die f/1.8 stehen nur auf dem Papier.
Was sie kann
Bildraten 16, 24, 32, 48 und 64 Bilder pro Sekunde plus Einzelbild, Sektor 170 Grad, Bildfenster 10,26 x 7,49 mm. Das Magazin nimmt 30,5 Meter — bei 24 B/s etwa zweieinhalb Minuten. Das M im Namen steht für Makro: die Optik stellt bis 80 Millimeter vor der Frontlinse scharf, was 1973 für eine 16mm-Kamera neu war. Empfindlichkeitseinstellung ISO 20 bis 640 in Drittelstufen, Blende t/2.5 bis t/22, Filtergewinde 72 mm, Gewicht 3,3 Kilo.
Warum sie zurückkommt
Die Scoopic wird heute für genau das gebucht, wofür sie gebaut wurde: Drehs mit kleiner Crew, bei denen Geschwindigkeit vor Flexibilität geht. Das feste Zoom nimmt eine Entscheidung ab, die sonst an jedem Aufbau neu getroffen wird. Der Preis ist bekannt: keine Wahl beim Charakter, keine offene Blende jenseits T2.5, und ein Objektiv, das bei Gegenlicht sichtbar älter aussieht als das Negativ, das dahinterliegt.
Verwandte Begriffe
Quiz
1. Was beschreibt „Canon Scoopic 16M" am besten?
2. Zu welchem Department gehört „Canon Scoopic 16M"?