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Canon Cine-Servo
Kamera · Objektive

Canon Cine-Servo

Murnau AI illustration
flow para roll take

Canons Zoom-Objektive mit motorisiertem Servo-Antrieb für Fokus und Zoom — ideal für Live-Events und Dokumentationen.

Technische Details

Das CN7x17 KAS S (17-120mm T2.95) als Flaggschiff der Serie bietet einen 7-fach Zoom mit konstantem T2.95 über den gesamten Brennweitenbereich. Die CN20x50 IAS H (50-1000mm) erreicht eine 20-fache Vergrößerung mit einem Gewicht von 5,1 kg. Alle Modelle nutzen Canons 20-Pin-Anschluss für digitale Kommunikation mit kompatiblen Kameras und unterstützen Super35 und Vollformat-Sensoren. Die integrierten Servomotoren ermöglichen Ultra-Slow-Motion-Zooms mit einer Mindestgeschwindigkeit von 90 Minuten für den kompletten Zoombereich.

Geschichte & Entwicklung

Canon stellte die erste Cine-Servo-Generation 2012 auf der NAB vor, basierend auf der Erfahrung mit ENG-Objektiven aus den 1980er Jahren. 2014 folgte die erweiterte Serie mit dem CN7x17, das erstmals konstante Lichtstärke über den gesamten Zoombereich bot. Die 2018 eingeführten H-Modelle (Hybrid) kombinierten erstmals manuelle und motorisierte Bedienung in einem Objektiv.

Praxiseinsatz im Film

Netflix-Serien wie "The Crown" nutzen CN7x17-Objektive für nahtlose Zoom-Bewegungen in Dialogszenen ohne sichtbare Belichtungssprünge. Bei Dokumentarfilmen ermöglichen die langsamen Servo-Geschwindigkeiten subtile Brennweitenänderungen während laufender Aufnahmen. Das CN20x50 kommt bei Naturfilmen zum Einsatz, wo extreme Telebrennweiten bei gleichzeitiger Zoom-Flexibilität erforderlich sind. Der Hauptvorteil liegt in der Wiederholbarkeit von Kamerabewegungen für VFX-Arbeit, während der Nachteil im höheren Gewicht gegenüber Festbrennweiten besteht.

Vergleich & Alternativen

Im Gegensatz zu Fujinon Cabrio-Objektiven verwenden Cine-Servos Canons eigenes Protokoll statt Standard-RS-422. Angénieux Optimo-Zooms bieten vergleichbare optische Qualität ohne Servo-Antrieb. Moderne Alternativen sind die Canon Sumire Primes mit elektronischen Anschlüssen oder RED Pro Zooms mit integrierter Kamera-Kommunikation. Cine-Servos eignen sich für kontrollierte Produktionsumgebungen mit wiederholbaren Bewegungen, während manuelle Zooms bei spontanen Drehsituationen flexibler bleiben.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze die konstante T2.95 des CN7x17 besonders bei Available-Light-Situationen, da ich während des Zooms keine Belichtungskorrektur vornehmen muss. Die präzise Servo-Steuerung ermöglicht mir unmerkliche Brennweitenänderungen innerhalb einer Einstellung, ohne dass Schauspieler oder Zuschauer die Bewegung bewusst wahrnehmen.

Regisseur

Die Ultra-Slow-Motion-Zoom-Funktion nutze ich für subtile emotionale Verstärkung – ein 90-minütiger Zoom von 17mm auf 120mm kann die psychologische Anspannung einer Szene graduelle steigern. Bei Wiederholungen von Takes kann ich exakt dieselben Kamerabewegungen reproduzieren, was mir mehr Schnittoptionen in der Post gibt.

Produzent

Ein CN7x17 kostet etwa 47.000 Euro, ersetzt aber drei bis vier Festbrennweiten und reduziert Objektivwechsel-Zeit um durchschnittlich 15 Minuten pro Drehtag. Die digitale Integration spart mir einen zusätzlichen Focus Puller bei einfacheren Szenen, allerdings benötige ich spezielle Canon-kompatible Kamerasysteme, was die Equipmentauswahl einschränkt.

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