Kompakte Festbrennweiten-Serie von Zeiss für digitale Kameras — optimiert für minimale Verzeichnung und höchste Schärfe. Standard auf vielen High-End-Sets.
Überblick
Die ZEISS CP.3 (Compact Prime, dritte Generation) ist eine Serie cinematographischer Festbrennweiten des Herstellers ZEISS, vorgestellt 2017 als Nachfolger der CP.2. Es handelt sich nicht um Beleuchtungs- oder Grip-Equipment, sondern um Kamera-Optiken für Film- und TV-Produktion. Die Objektive decken das Vollformat (Full Frame) ab und eignen sich damit für Super-35- und Vollformat-Sensoren.
Die CP.3 XD ist die Variante mit eXtended Data: technisch baugleich zur Standard-CP.3, ergänzt sie eine Schnittstelle zur Übertragung von Objektiv-Metadaten. Die XD-Technologie basiert auf dem Cooke-/i-Standard und liefert zusätzlich ZEISS-eigene Daten zu Verzeichnung (Distortion) und Randabschattung (Shading), berechnet in Echtzeit für jeden Fokuspunkt und jeden effektiven T-Stop. Diese Daten beschleunigen VFX- und Postproduktions-Workflows, da Korrekturen nicht manuell ermittelt werden müssen.
Technische Daten
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Brennweiten | 15, 18, 21, 25, 28, 35, 50, 85, 100, 135 mm |
| Lichtstärke | T2.9 (15–21 mm), T2.1 (25–135 mm) |
| Bildkreis | Vollformat (Full Frame), 43,3 mm Bilddiagonale |
| Frontdurchmesser | 95 mm (einheitlich über die Serie) |
| Fokusdrehweg | ca. 300° |
| Wechselbajonett | PL, EF, E, MFT, F (Nikon) |
Ein einheitlicher Frontdurchmesser und weitgehend identische Außenmaße erlauben schnelle Objektivwechsel ohne Umbau von Mattebox und Follow-Focus. Das interchangeable Mount System (IMS) ermöglicht den Wechsel des Bajonetts zwischen verschiedenen Kameraplattformen.
Einsatz am Set
Die CP.3 wird wegen der kompakten Bauform, des geringen Gewichts und der Vollformat-Abdeckung häufig auf Gimbals, Drohnen und in Doku- sowie Werbeproduktionen eingesetzt. Bei der XD-Variante wird die Metadaten-Schnittstelle genutzt: Am PL-Bajonett sitzen die Cooke-/i-Kontakte, zusätzlich besitzt der Objektivkörper einen LEMO-Anschluss zur Datenausgabe. Kompatible Kameras und Recorder können die Daten in die Aufnahme einbetten; in der Post lassen sich Verzeichnung und Shading damit automatisiert korrigieren.
Da die Standard-CP.3 und die CP.3 XD optisch identisch sind, unterscheidet sich das fertige Bild nicht – der Mehrwert der XD-Version liegt ausschließlich im Datenworkflow.