Kleine, bewegliche Lichtblende aus schwarzem Stoff — wird vor Scheinwerfer gehängt, um gezielt Schatten zu werfen.
Technische Details
Die Wendy arbeitet mit einer Farbtemperatur von 5600K ±200K und erreicht einen CRI-Wert von 95+. Die Helligkeitsregelung erfolgt stufenlos von 0-100% über einen Drehregler an der Rückseite. Der integrierte Sony NP-F-Akku ermöglicht eine Betriebsdauer von 2,5 Stunden bei Vollleistung. Alternativ lässt sich die Leuchte über 12-24V DC-Anschluss betreiben. Die Abstrahlcharakteristik beträgt 60° ohne Zubehör, reduzierbar auf 15° durch aufsteckbare Honeycomb-Waben.
Geschichte & Entwicklung
Litepanels führte die Wendy 2014 als Nachfolger der kleineren Micro-Serie ein. Sie war eine der ersten kompakten LED-Leuchten mit professionellem Farbraum für den Broadcast-Bereich unter 2.000 Euro Marktpreis. 2017 folgte die Wendy 2.0 mit verbesserter Farbwiedergabe und längerer Akkulaufzeit. Die Wendy etablierte den Standard für handgeführte LED-Panels im unteren Preissegment und inspirierte Konkurrenzprodukte von Aputure und Godox.
Praxiseinsatz im Film
Die Wendy eignet sich als Fill-Light für Porträtaufnahmen in einer Distanz von 1-3 Metern oder als Aufhellicht in Innenräumen. Dokumentarfilmer nutzen sie häufig für spontane Interviews, da sie ohne Stromkabel und Stativ direkt aus der Hand eingesetzt werden kann. Bei der Netflix-Serie "Dark" kamen Wendys als versteckte Lichtquellen in engen Höhlensets zum Einsatz. Ihre geringe Wärmeentwicklung von unter 40°C macht sie ideal für extreme Close-ups oder temperatursensible Drehorte.
Vergleich & Alternativen
Im Unterschied zur größeren Astra 6X bietet die Wendy nur ein Drittel der Lichtleistung, kostet aber auch 70% weniger. Moderne Alternativen wie die Aputure AL-MX oder Nanlite Compac 68B erreichen ähnliche Werte bei geringerem Gewicht. Für reine Tageslichtanwendungen bleibt die Wendy durch ihre robuste Bauweise und den etablierten Zubehör-Ökosystem konkurrenzfähig, während bi-color-Leuchten sie bei flexiblen Farbtemperatur-Anforderungen überholen.