Klassisches Linsendesign mit kreisrunden Schliffen — Gegenstück zur anamorphotischen Optik. Bildet das Motiv ohne Stauchung ab und liefert kreisrundes Bokeh.
Sphärische Objektive — also alle "normalen" Linsen — verwenden rund geschliffene Glaselemente und projizieren ein unverzerrtes Bild auf den Sensor. 95% aller Filme werden mit sphärischem Glas gedreht. Der Look ist neutraler als bei Anamorphoten: rundes Bokeh, keine horizontalen Flares, gleichmäßige Schärfe über das Bild.
Vorteile gegenüber Anamorphotisch
Lichtstärker (T1.3 statt T2), kompakter, leichter, günstiger, weniger Breathing. Für dokumentarisches Arbeiten, Steadicam und Gimbal oft die bessere Wahl.
Breitbild mit sphärischem Glas
Breitbild-Formate wie 2.39:1 erreicht man auch sphärisch — durch Cropping des Sensors. Das verschenkt Auflösung, ist aber deutlich günstiger und flexibler als echte Anamorphoten.
Aktuelles
Sphärische Optik bleibt der Standard für den Großteil der Filmproduktion. Während Anamorphic-Linsen für spezielle ästhetische Effekte geschätzt werden, bieten sphärische Systeme mehr Flexibilität und sind kostengünstiger. Viele Produktionen nutzen bewusst sphärische Linsen und croppen nachträglich auf Cinemascope-Format 2.39:1, um die Vorteile beider Welten zu kombinieren.