Professionelle Speicherkarten im Express-Card-Format für Sony-Kameras. Hohe Datenraten für 4K- und Slow-Motion-Aufnahmen.
Technische Details
SxS-Karten nutzen die ExpressCard/34-Spezifikation mit PCIe 1.0-Interface und erreichen theoretische Übertragungsraten von 2,5 GB/s. In der Praxis liefern SxS-1-Karten konstante 35 MB/s, während SxS Pro+-Karten bis zu 440 MB/s sustained write erreichen. Die Karten messen 75 x 34 x 5 mm und wiegen 15 Gramm. Drei Hauptvarianten existieren: SxS-1 (Standard), SxS Pro (höhere Geschwindigkeit) und SxS Pro+ (maximale Performance). Alle Varianten unterstützen UDMA-7 und verfügen über integrierte Wear-Leveling-Algorithmen.
Geschichte & Entwicklung
Sony führte SxS 2007 zeitgleich mit der XDCAM EX-Serie ein, beginnend mit der PMW-EX1. Das System entstand als Antwort auf die Limitierungen von Tape-basierten Workflows und der damals noch langsamen SD/CF-Karten. 2010 erweiterte Sony das Portfolio um SxS Pro-Karten für 4K-Recording. Ab 2019 begann Sony die schrittweise Migration zu XQD und CFexpress Type B, behält SxS jedoch für Legacy-Systeme bei. Über 50 Kameramodelle unterstützten SxS in seiner Blütezeit.
Praxiseinsatz im Film
"The Social Network" (2010) nutzte RED-Kameras mit SxS-Adaptern für bestimmte Handheld-Sequenzen. Dokumentarfilmer schätzen SxS für die robuste Bauweise – die Karten überstehen Temperaturen von -25°C bis +85°C. Der typische Workflow umfasst direktes Recording auf zwei SxS-Karten (Mirror/Backup-Mode), gefolgt von File-Transfer über USB 3.0-Adapter. Nachteile: hohe Kosten (ca. 8€/GB), proprietärer Standard und begrenzte Kapazität für moderne 4K-Produktionen.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zu CompactFlash bietet SxS höhere Geschwindigkeiten, bleibt jedoch teurer. XQD-Karten (Sony/Nikon-Standard seit 2012) liefern doppelte Transferraten bei ähnlicher Robustheit. CFexpress Type B ersetzt zunehmend SxS in neuen Sony-Kameras wie der FX9. P2-Karten von Panasonic konkurrierten direkt, blieben jedoch auf Panasonic-Systeme beschränkt. SxS eignet sich heute primär für etablierte XDCAM-Workflows, während CFexpress für Neuanschaffungen empfohlen wird.