LED-Panel-Serie von Rosco mit eingebauten Farbfiltern und DMX-Steuerung — für präzise Lichtkontrolle ohne externe Filter.
Technische Details
Die DMG-Serie umfasst Modelle wie DMG Dash, DMG Mini und DMG Maxi mit Leistungen zwischen 200W und 1.800W. Jedes Gerät verfügt über einen integrierten Mediaplayer, der H.264/H.265-codierte Videos in 4K-Auflösung abspielt. Die Farbtemperatur ist stufenlos zwischen 2.700K und 6.500K regelbar, der CRI-Wert liegt bei 95+. Die Projektionsoptik arbeitet mit einer nativen Auflösung von 1920x1080 Pixeln und ermöglicht Projektionsgrößen von 0,5 bis 50 Metern. Über DMX512, Art-Net oder die propriäre MyMix-App lassen sich bis zu 99 Geräte gleichzeitig steuern.
Geschichte & Entwicklung
Rosco entwickelte die DMG-Technologie ab 2016 als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach LED-Virtual-Production-Lösungen. 2018 wurde das erste DMG-Modell auf der NAB vorgestellt, zeitgleich mit dem Boom der LED-Wall-Technologie in Hollywood. Die Weiterentwicklung folgte den Anforderungen von "The Mandalorian" (2019) und anderen Virtual-Production-Projekten. 2021 führte Rosco die zweite Generation mit verbesserter Helligkeit und erweiterten Codec-Unterstützung ein.
Praxiseinsatz im Film
DMG-Leuchten kommen primär als Background-Projektoren zum Einsatz, etwa für Fenster-Gags oder dynamische Hintergründe. Bei "Stranger Things" Staffel 4 simulierten DMG-Geräte bewegte Schatten und Lichtreflexe von vorbeifahrenden Autos. In der Automobilwerbung projizieren sie Straßenszenen oder Landschaften auf Greenscreen-Hintergründe. Der Workflow umfasst die Vorbereitung der Videoinhalte in der Postproduktion, das Laden auf SD-Karten und die Synchronisation über Timecode. Vorteil: Realistische Lichtinteraktion mit Schauspielern und Objekten. Nachteil: Begrenzte Auflösung im Vergleich zu LED-Walls.
Vergleich & Alternativen
DMG-Leuchten unterscheiden sich von reinen LED-Panels durch die integrierte Projektionsfunktion und von Videoprojektoren durch die zusätzliche Beleuchtungsfunktion. Alternativen sind Blackmagic Video Assist Monitore mit angeschlossenen LED-Panels oder separate Projektor-Licht-Kombinationen von Arri (SkyPanel + Projektor-Setup). Für großflächige Virtual Production setzen Studios auf LED-Walls von ROE oder Samsung, während DMG-Geräte bei punktuellen Projektionen und kleineren Produktionen ihre Stärken ausspielen. Die Wahl hängt von Projektionsgröße, Budget und gewünschter Lichtleistung ab.