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Rosco 39 (Skelton Exotic Sangria)
Licht · Begriffe

Rosco 39 (Skelton Exotic Sangria)

Rosco 39
Murnau AI illustration
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Rosco-Farbfilter in tiefem Weinrot — erzeugt dramatische, mystische Stimmung für Theater- und Effektbeleuchtung.

Überblick

"Rosco 39" (auch R39 oder #39) bezeichnet keinen Scheinwerfer und kein Grip-Gerät, sondern einen Farbfilter (Gel) aus der Roscolux-Reihe des Herstellers Rosco. Der vollständige Name lautet "Skelton Exotic Sangria". Es handelt sich um ein tief gesättigtes, sattes Purpur, das im Strahl ein kräftiges magenta-violettes Licht erzeugt.

Der Filter wird vor die Lichtquelle gesetzt (Vorschaltrahmen, Frame, oder als Schlauch/Sleeve über Leuchtstoffröhren) und färbt das durchtretende Licht ein. Roscolux ist eine der weltweit verbreitetsten Gel-Reihen; im außeramerikanischen Raum wird ein vergleichbares Sortiment unter dem Namen Supergel geführt (Supergel 39 trägt denselben Farbnamen).

Technische Daten

EigenschaftAngabe
HerstellerRosco Laboratories
ProduktreiheRoscolux (intl. Pendant: Supergel)
Filter-Nummer39 / R39 / #0039
FarbnameSkelton Exotic Sangria
FarbeindruckTiefes, gesättigtes Purpur / Magenta
Lichtdurchlass (Transmission)ca. 10 %
Standard-Bogenmaß20" x 24" (ca. 50,8 x 61 cm)

Wegen der hohen Sättigung schluckt der Filter sehr viel Licht. Händlerangaben nennen einen Lichtverlust in der Größenordnung von rund 3 Blendenstufen; dichte Sättigungsfilter wie dieser brauchen daher eine entsprechend starke Lichtquelle, um zu wirken.

Einsatz am Set

R39 ist ein ausgesprochener Effektfilter, kein Korrekturfilter. Typische Anwendungen sind:

  • Bühnen-, Musical- und Konzertbeleuchtung mit kräftig farbigem Licht
  • Sättigungs- und Stimmungsfarben für Nacht-, Club- oder Fantasy-Looks
  • farbige Akzent- und Hintergrundbeleuchtung als Spezialeffekt

Da die Transmission sehr niedrig ist, eignet sich der Filter eher für starke Punkt- und Spotlichter (z. B. Profilscheinwerfer) als für großflächiges Aufhellen. Die hohe Dichte kann konventionelle Glühlicht-Gele thermisch belasten; ausreichend Abstand bzw. Belüftung und passende Rahmen sind einzuplanen.

Herkunft des Namens

Die "Skelton"-Bezeichnung geht auf den US-amerikanischen Lichtdesigner Thomas R. Skelton zurück, der vor allem für Ballett und Broadway-Produktionen bekannt war. Laut Rosco entstand die Farbe als Ersatz für einen eingestellten Filter; Skelton durfte den neuen Ton benennen ("Exotic Sangria"), Rosco ergänzte zu seinen Ehren das Präfix "Skelton".

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