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Rigging
Kamera · Technik

Rigging

Murnau AI illustration
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Erstellung von Skelettstruktur und Steuerung für 3D-Charakteranimation.

Überblick

Rigging ist im Film- und TV-Bereich der Sammelbegriff für das Aufhängen, Abstützen und sichere Befestigen von Equipment, das nicht direkt auf dem Boden steht. Dazu zählen sowohl Beleuchtungskörper (über Kopf, an Wänden, an Decken oder Traversen) als auch Kamera-Aufbauten (Überkopf-Rigs, Fahrzeugmontagen, Kräne). Rigging ist damit kein einzelnes Gerät, sondern eine Technik und Tätigkeit, die im Verantwortungsbereich der Grip-Abteilung liegt.

In größeren Produktionen wird zwischen der Rigging Crew (baut Aufbauten vorab auf und am Ende wieder ab, oft tageweise vor dem Dreh) und der Shooting Crew (am Set während des Drehs) unterschieden. Verantwortlich für alle Trag- und Aufhängekonstruktionen ist der Key Grip.

Abgrenzung Grip vs. Elektrik

Eine zentrale Faustregel am Set: Die Elektrik-/Lichtabteilung (Gaffer) ist für alles zuständig, das Strom zieht – das Verkabeln, Dimmen und Schalten der Leuchten. Das Grip-Department verantwortet alles, was Equipment trägt, abstützt, formt oder bewegt, ohne selbst Strom zu führen. Das physische Aufhängen einer Lampe – die Halterung, der Ausleger, die Sicherung – fällt damit unter Rigging und somit zum Grip.

Typisches Rigging-Equipment

Zum Material gehören unter anderem:

  • Traversen (Truss) – meist aus Aluminium, als tragendes Gerüst für Leuchten oder Aufbauten
  • Pipe / Speed Rail – Rohre zum Bau individueller Aufhänge- und Stützkonstruktionen
  • Klemmen und Schellen – z. B. Cardellini-Klemmen, Mafer-Klemmen und Rohrschellen zum Fixieren an Trägern
  • Baby Plates und Baby Pins – Adapter-Zapfen, um Leuchtenzapfen an Flächen oder Rohren zu befestigen
  • Ausleger, Arme und Mounts – für Überkopf-Positionen und Spezialaufbauten
  • Anschlagmittel – Ketten, Stahlseile (Safeties) und Schäkel zur Lastsicherung

Einsatz am Set

Rigging kommt überall dort zum Einsatz, wo Equipment nicht auf Stativen am Boden positioniert werden kann oder soll: Leuchten über Set-Decken, Lichtgerüste über großen Flächen, Soft-Lichtquellen außerhalb des Bildes, Greenscreen-Spannrahmen sowie Kamera-Rigs an Fahrzeugen, Wänden oder in Überkopf-Perspektive. Da hängende Lasten ein Sicherheitsrisiko darstellen, gehören Lastsicherung (Safety-Seile), saubere Abstützung und Inspektion der Aufbauten zu den Kernaufgaben des Riggings.

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