Quasar X Crossfade: LED-Röhre mit zweifarbigen Chips, ermöglicht sanfte Farbübergänge und Temperaturwechsel per DMX-Steuerung.
Technische Details
Die Quasar X Crossfade arbeitet mit einem 16-Bit DMX-Signal und verfügt über 256 interpolierte Zwischenstufen zwischen den Endpunkten. Typische Anwendungsgeräte sind die Quasar Q-LED X-Serie mit einer Lichtleistung von 1500-3000 Lux bei 1 Meter Abstand und einem CRI-Wert von mindestens 95. Die Crossfade-Funktion unterstützt verschiedene Spektralmodi: Tungsten/Daylight, Plus Green/Minus Green sowie spezielle Emulationsmodi für klassische Filmlampen wie HMI oder Kino Flo. Die Reaktionszeit beträgt unter 20 Millisekunden, was flackerfreie Aufnahmen auch bei hohen Frameraten bis 1000fps ermöglicht.
Geschichte & Entwicklung
Quasar Science entwickelte die Crossfade-Technologie 2016 als Antwort auf die komplexe Farbtemperatur-Anpassung bei Mischlicht-Situationen. Die erste Implementation erfolgte in der Q-LED X CrossFade Tube, die erstmals präzise Farbtemperatur-Übergänge ohne separate Kanäle für Warm-/Kaltweiß ermöglichte. 2019 erweiterte die X2 Crossfade-Generation das System um Green/Magenta-Shifts zur exakten Kamera-Anpassung. Die aktuelle Generation integriert seit 2021 zusätzlich RGB-Crossfading und Effekt-Modi.
Praxiseinsatz im Film
Cinematographer Roger Deakins nutzte Quasar X Crossfade-Tubes für die Tageszeit-Simulation in "1917" (2019), wobei die kontinuierliche Farbtemperatur-Verschiebung von 3200K zu 5600K während der One-Shot-Sequenzen ohne sichtbare Sprünge erfolgte. Typische Workflows umfassen die Programmierung von Crossfade-Rampen über Konsolen wie MA2 oder ETC Ion für automatisierte Tageslichtsimulationen. Die Technologie eliminiert das zeitaufwändige Gel-Wechseln und reduziert die benötigte Anzahl verschiedener Leuchten um bis zu 60% bei komplexen Lichtsetups.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zu herkömmlichen Bi-Color-LEDs mit separaten Warm-/Kalt-Arrays bietet Quasar X Crossfade eine mathematisch lineare Interpolation ohne Intensitätsverlust in den Zwischenstufen. Moderne Alternativen wie Arri SkyPanel oder Astera Titan Tubes verwenden ähnliche Crossfade-Algorithmen, jedoch mit unterschiedlichen Spektralcharakteristiken. Während ARRI auf wissenschaftlich kalibrierte Farbräume setzt, fokussiert Quasar auf die Emulation klassischer Tungsten- und HMI-Spektren. Für Budget-Produktionen bieten Aputure Nova P300c oder Godox-Panels vergleichbare Crossfade-Funktionen bei reduziertem Spektralumfang.