Einfache Glühlampe mit 3200K Farbtemperatur — preisgünstige Grundbeleuchtung für Low-Budget-Produktionen.
Überblick
Ein Photoflood (auch "Photoflood-Lampe" oder "Fotolampe") ist eine Glühlampe, die als kontinuierliche Lichtquelle (Dauerlicht) für die fotografische und frühe filmische Beleuchtung entwickelt wurde. Der Wolframfaden wird bei einer deutlich höheren Temperatur als bei gewöhnlichen Glühlampen betrieben ("Überlastung"/Overrun). Dadurch liefert die Lampe eine Helligkeit, die weit über dem liegt, was ihre Wattzahl vermuten lässt, und eine für Film tauglich hohe Farbtemperatur. Der Preis dafür ist eine sehr kurze Lebensdauer.
Ein Photoflood ist also kein bestimmtes Leuchtengehäuse und kein Grip-Equipment, sondern der Lampentyp selbst (das Leuchtmittel). Er wird in eine einfache Reflektorfassung oder ein Scheinwerfergehäuse geschraubt.
Typen und ANSI-Codes
Klassisch werden zwei Größen unterschieden, die jeweils einem ANSI-Lampencode zugeordnet sind:
| Typ | ANSI-Code | Leistung | Lichtstrom | Farbtemperatur | Lebensdauer (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|
| No. 1 Photoflood | ECA | 250 W | 6.500 lm | 3200 K | 20 h |
| No. 2 Photoflood | EBV | 500 W | 17.800 lm | 3400 K | 6 h |
Verwandte Photoflood-Lampencodes sind unter anderem BBA (250 W, 3400 K) und ECT (500 W, 3200 K). Der ECA-Typ ist eine A-23-Lampe mit Mediumsockel (E26) und C-9-Wolframfaden, üblich für 120 V; in Europa gab es entsprechende 230/240-V-Ausführungen.
Einsatz am Set
Photofloods waren über Jahrzehnte das günstige Arbeitspferd für Studioporträts, Produktfotografie und kleinere Filmaufnahmen. Wegen der hohen Farbtemperatur eignen sie sich für kunstlichtbalanciertes (tungsten-balanciertes) Material; 3400-K-Typen liegen näher an Tageslichtmischungen als die 3200-K-Standardlampen.
- Vorteil: sehr viel Licht pro Watt, geringe Anschaffungskosten, sofort einsatzbereites Dauerlicht.
- Nachteil: extrem kurze Brenndauer (wenige bis rund zwanzig Stunden) und hohe Hitzeentwicklung; die Farbtemperatur sinkt über die Lebensdauer der Lampe spürbar ab.
In der modernen Produktion sind Photofloods für die eigentliche Ausleuchtung weitgehend durch langlebigere Wolfram-Halogen-Lampen sowie durch LED-Leuchten verdrängt worden. Eine fortbestehende Nische sind sichtbare Praktikals/Requisiten: Wenn eine Lampe im Bild selbst leuchten soll, sorgt der hohe Output dafür, dass sie auch gegen helle Setbeleuchtung auf dem Film noch deutlich sichtbar ist.