Lichtstark mit f/1,2 Blende in 35mm Brennweite, verbindet Dokumentar- und narrative Filmkunst mit günstiger Tiefenschärfe-Kontrolle.
Überblick
Das Pergear 35mm f/1.2 ist eine lichtstarke Festbrennweite (Prime-Objektiv) des chinesischen Anbieters Pergear für spiegellose Systemkameras mit APS-C-Sensor. Es handelt sich um ein reines Manuellfokus-Objektiv ohne Autofokus und ohne elektronische Kontakte: Schärfe und Blende werden ausschließlich über mechanische Ringe am Objektiv eingestellt. An einer APS-C-Kamera ergibt sich durch den Crop-Faktor (ca. 1,5x bzw. 2x bei Micro Four Thirds) ein gegenüber Kleinbild engerer Bildwinkel.
Eingeordnet wird das Objektiv im Bereich preiswerter, lichtstarker Drittanbieter-Optiken. Die hohe Anfangsblende von f/1.2 ermöglicht geringe Schärfentiefe und Aufnahmen bei wenig Licht; bei dieser Klasse von Optiken ist Offenblende üblicherweise mit sichtbaren Bildfehlern (u. a. Field Curvature, geringerer Randschärfe) verbunden, die sich beim Abblenden reduzieren.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Brennweite | 35 mm |
| Maximale Blende | f/1.2 |
| Minimale Blende | f/22 |
| Blendenlamellen | 10 (gerundet) |
| Optischer Aufbau | 6 Elemente in 5 Gruppen |
| Naheinstellgrenze | ca. 25 cm |
| Filtergewinde | ø43 mm |
| Abmessungen | ø48,0 mm x 53 mm |
| Gewicht | ca. 210 g (ohne Deckel/Streulichtblende) |
| Fokus | manuell |
| Sensorformat | APS-C |
Verfügbare Bajonett-Anschlüsse: Sony E, Fujifilm X, Micro Four Thirds (M4/3) und Nikon Z (jeweils in der APS-C-Variante). Das Objektiv ist in Vollmetallbauweise ausgeführt.
Einsatz am Set
Als rein manuelles Objektiv ohne Autofokus und ohne elektronische Datenübertragung passt das Pergear 35mm f/1.2 zur Filmarbeitsweise mit fester, wiederholbarer Fokus- und Blendeneinstellung. Im Gegensatz zu Fotoobjektiven mit Klickraster verfügen viele dieser Optiken über mechanische Ringe, die ein gleichmäßiges Ziehen von Schärfe (Pulling Focus) erleichtern; die konkrete Ausführung des Blendenrings sollte vor dem Dreh geprüft werden.
Aufgrund von APS-C-Bildkreis, geringer Größe und niedrigem Gewicht eignet es sich vor allem für kompakte, spiegellose Setups, Gimbal-Aufnahmen und Low-Budget- bzw. Indie-Produktionen. Wegen der fehlenden elektronischen Kontakte werden Blenden- und Objektivdaten nicht in die Metadaten der Kamera übertragen und müssen manuell dokumentiert werden. Für Mehrkamera- oder Objektivsätze ist zu beachten, dass es sich nicht um eine parfokale Cine-Optik mit standardisierten Zahnkränzen handelt; für Follow-Focus-Betrieb sind ggf. nachträgliche Zahnkränze nötig.