Leichte Panavision-Filmkamera der 1970er-Jahre für 35mm-Anamorphic-Aufnahmen — kompakter und mobiler als frühere Modelle, Standard für Scope-Produktionen ihrer Zeit.
Überblick
Die H Series ist eine Serie sphärischer Festbrennweiten (Primes) des Kamera- und Optikherstellers Panavision. Sie wurde 2018 zusammen mit weiteren neuen Optiken vorgestellt und ist als rein sphärische (nicht anamorphotische) Serie ausgelegt. Obwohl sie zu den damals als Large-Format-Linien präsentierten Optiken gehört, deckt die H Series laut Panavision Large-Format- ebenso wie Super-35-Sensoren ab.
Charakteristisch ist eine bewusst „klassische" Bildanmutung: Die Objektive werden mit echtem Vintage-Glas und Vintage-Vergütungen gebaut und liefern einen weichen Übergang (Roll-off) zwischen Schärfe und Unschärfe sowie leicht angehobene Schwarzwerte für reduzierten Kontrast. Ziel ist ein schmeichelhafter, „glamouröser" Look mit angenehmer Hauttonwiedergabe und plastischer Tiefenwirkung.
Einordnung im Panavision-Sortiment
Panavision unterhält neben der H Series mehrere weitere Optiklinien. Anamorphotische Serien (etwa C, E, G, T oder Ultra Vista) sind von der H Series klar zu unterscheiden: Die H Series erzeugt das Bild rein sphärisch und nicht durch optische Stauchung.
- Objektivtyp: sphärische Festbrennweiten (Primes)
- Sensorabdeckung: kompatibel mit Large-Format- und Super-35-Sensoren
- Optische Basis: Vintage-Glas und Vintage-Coatings
- Look: weicher Roll-off, angehobene Schwarzwerte, geringerer Kontrast, betonte Hauttöne
Einsatz am Set
Die H Series wird vor allem dort eingesetzt, wo ein organischer, „filmischer" Charakter mit weicher Trennung von Vorder- und Hintergrund und schmeichelhafter Gesichtsdarstellung gewünscht ist – etwa bei Porträts und charaktergetriebenem Drama – statt der klinisch scharfen Anmutung moderner High-Resolution-Optiken. Wie bei Panavision üblich sind die Objektive nicht im freien Verkauf, sondern werden über das Rental-Netzwerk von Panavision vermietet.
Zu den mit der H Series gedrehten Produktionen zählen unter anderem Ford v Ferrari (2019), Dune (2021), Causeway (2022), Mission: Impossible – Dead Reckoning Part One (2023) und The Holdovers (2023).