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ND 1.5 (5 Stops)
Licht · Begriffe

ND 1.5 (5 Stops)

ND 1.5
Murnau AI illustration
nd 1 2 nd 12 internal nd filter neutral density filter

Neutraldichtefilter der das einfallende Licht um 5 Blendenstufen reduziert. Ermöglicht offenere Blenden bei hellem Tageslicht.

Überblick

"ND 1.5" ist kein Geräte- oder Herstellername, sondern ein Stärke-Wert für Neutraldichte-Filter (Neutral Density, ND). Die Zahl 1,5 gibt die optische Dichte an. Ein ND-Filter dämpft das einfallende Licht möglichst farbneutral, also über alle Wellenlängen gleichmäßig, ohne die Farbtemperatur oder den Farbcharakter des Lichts zu verändern.

Der Wert taucht in zwei verwandten Bereichen auf: als Beschichtung von Kamera-Glasfiltern (z. B. Matte-Box-Filter im Format 4x5,65" oder runde Schraubfilter) und als Neutraldichte-Folie (Gel), die im Grip-Bereich vor Fenster oder Leuchten gespannt wird, um Helligkeit zu reduzieren.

Was der Wert bedeutet

Die optische Dichte hängt logarithmisch mit der Lichtreduktion zusammen: Pro 0,3 Dichte wird das Licht um eine Blendenstufe (Stop) halbiert. Daraus ergibt sich für ND 1.5:

GrößeWert
Optische Dichte1,5
Lichtreduktion5 Blendenstufen (1,5 ÷ 0,3 = 5)
Filterfaktor32× (2⁵)
Transmissionca. 3 % (rund 1/32 des Lichts)

Der Filterfaktor 32 bedeutet: Es kommt nur noch etwa ein Zweiunddreißigstel der ursprünglichen Lichtmenge durch. Um die gleiche Belichtung zu halten, muss man entweder fünf Blendenstufen öffnen oder die Belichtungszeit entsprechend verlängern.

Verwechslungsgefahr bei der Schreibweise

Bei der Notation ist Vorsicht geboten. "ND 1.5" mit dem Wert 1,5 steht für 5 Stops. Davon zu unterscheiden ist die Schreibweise mit führender Null bzw. Punkt wie "ND.15" (Dichte 0,15), die nur etwa eine halbe Blendenstufe entspricht. Bei Folien-Herstellern werden ND-Stärken zudem häufig als 0.3 / 0.6 / 0.9 / 1.2 angegeben (1 bis 4 Stops); ein Dichtewert von 1,5 liegt eine Stufe darüber.

Einsatz am Set

ND-Filter und -Folien dienen dazu, Licht zu reduzieren, ohne andere Bildparameter aufzugeben. Typische Anwendungen für eine kräftige Stärke wie ND 1.5:

  • Offene Blende bei hellem Licht: Um trotz Tageslicht oder starker Außenhelligkeit mit weit geöffneter Blende und damit geringer Schärfentiefe arbeiten zu können.
  • Fensterkorrektur (Gel): Als ND-Folie auf Fensterscheiben geklebt, um den Helligkeitsunterschied zwischen hellem Außen und dunklem Innenraum auf einen darstellbaren Kontrastumfang zu bringen.
  • Bewusste Belichtungszeit: Um längere Verschlusszeiten bzw. einen größeren Shutter-Winkel bei viel Licht zu ermöglichen.

Da 5 Stops eine sehr starke Dämpfung sind, wird ND 1.5 vor allem in sehr hellen Situationen eingesetzt; für moderate Korrekturen greift man zu geringeren Dichten.

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