Lamellen: Parallele Metallstreifen vor Scheinwerfern — bündeln das Licht und reduzieren seitliche Streuung.
Definition
Der Louver ist ein Lichtformer mit parallel angeordneten Lamellen zur Richtungskontrolle von Scheinwerfern. Die Lamellen blockieren seitlich einfallendes Licht und erzeugen einen gerichteten Lichtstrahl.
Anwendung in der Praxis
Louver werden eingesetzt für:
- Spill-Kontrolle: Verhinderung von Streulicht auf unerwünschte Bereiche
- Kontrastverstärkung: Gezielte Beleuchtung einzelner Bildbereiche
- Hintergrundtrennung: Separation von Vorder- und Hintergrund
- Flagging-Ersatz: Alternative zu einzelnen Flags bei mehreren Lichtquellen
Technische Details
Konstruktionsmerkmale:
- Lamellenabstand bestimmt Strahlwinkel (typisch 10°, 20°, 40°)
- Befestigung über Standard-Zubehörschiene am Scheinwerfer
- Materialien: Aluminium oder Kunststoff mit matter schwarzer Beschichtung
- Lichtverlust: 0,5 bis 1 Blendenstufe je nach Lamellenwinkel
Praktische Hinweise
- Belichtungsmessung nach Louver-Montage wiederholen
- Lamellen regelmäßig auf Verbiegung prüfen
- Bei LED-Panels auf Moiré-Effekte durch Lamellenmuster achten
- Transport in Schaumstoffpolsterung zum Schutz der Lamellen
Professionelle Standards
Standard-Größen orientieren sich an Scheinwerfer-Durchmessern:
- Fresnel-Scheinwerfer: 150mm, 200mm, 300mm Durchmesser
- PAR-Scheinwerfer: PAR36, PAR64 spezifische Ausführungen
- LED-Panels: Rechteckige Louver nach Panel-Abmessungen
- Softboxen: Integrierte Louver als Waben-Struktur
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