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Belichtungsmesser
Licht · Technik

Belichtungsmesser

Light Meter
Murnau AI illustration
spotmeter light metering densitometer incident meter

Messgerät zur exakten Bestimmung der Lichtstärke in Lux oder Foot-Candles — Grundlage für korrekte Belichtungseinstellungen.

Du hältst das Ding in der Hand und weißt sofort, womit du arbeiten musst — das ist der Kern einer professionellen Beleuchtungsarbeit. Das Posemètre misst die tatsächliche Lichtmenge, die auf deinen Set trifft, und gibt dir Werte in Lux oder als EV-Zahl aus. Anders als die Kamera-interne Belichtungsmessung, die nur das reflektierte Licht vom Motiv erfasst, misst du hier das Licht an der Quelle oder direkt am Drehort — unabhängig davon, ob dein Objekt weiß oder schwarz ist.

In der Praxis brauchst du zwei Modi: Den Incident-Modus (die weiße Kuppel auf dem Gerät) für die Messung des einfallenden Lichts — das ist dein Arbeitsstandard. Du stellst dich dort auf, wo dein Talent steht, richtest die Kuppel zur Hauptlichtquelle und liest den Wert ab. Das gibt dir direkt die Blende bei deiner gewählten ISO und Shutter-Speed. Der Spot-Modus misst reflektiertes Licht und hilft dir, Kontrastverhältnisse zwischen Highlights und Schatten zu überprüfen — essentiell für dein Lighting-Ratio. Mit diesem Wert siehst du sofort, ob dein Keylight-zu-Fill-Verhältnis noch passt oder ob du nachregeln musst.

Am Set funktioniert es so: Du misst morgens die Ambient-Helligkeit, bekommst vielleicht 500 Lux. Dann baust du deine Lights auf — HMI als Keylight, Softbox als Fill — und misst erneut. Jetzt zeigt das Gerät 2000 Lux. Das sind etwa 2 Stops Zusatzlicht. Du notierst dir diese Werte für jede Setup-Phase, weil Kontinuität beim Schnitt alles ist. Wenn die nächste Szene am anderen Tag gedreht wird und du wieder auf die gleichen Werte kommen musst, hast du konkrete Zahlen, nicht nur dein Gedächtnis.

Das Histogramm in der Kamera lügt dich an — es zeigt dir nur, was der Sensor sieht, nicht die absolute Lichtsituation. Mit einem guten Posemètre (wir verwenden meist digitale wie das Sekonic L-858 oder klassische Analog-Modelle) arbeitest du objektiv. Besonders beim Color Grading wird es relevant: Wenn du während des Drehs die Beleuchtungsstärke dokumentierst, kann der Colorist später besser nachvollziehen, welche Stimmung du geometrisch erreichen wolltest. Es ist kein luxuriöses Tool — es ist deine Basis für handwerkliche Konsistenz.

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