Theater-Profilscheinwerfer mit präziser Bühnen-Optik. Im Film für hart abgeschnittene Lichtkanten und Gobo-Projektionen — Source Four ist die de-facto-Standardmarke.
Überblick
Als Leko bezeichnet man im Film- und Theateralltag einen Profilscheinwerfer – englisch Ellipsoidal Reflector Spotlight (ERS) oder Profile Spot. Charakteristisch ist ein harter, scharf begrenzbarer Lichtkegel, der sich mechanisch in Form, Größe und Kantenschärfe steuern lässt und über einen Schacht für Gobos (Schablonen) zur Musterprojektion verfügt.
Der Name geht auf den Scheinwerfer Lekolite der US-Firma Century Lighting zurück, dessen Bezeichnung sich aus den Anfangsbuchstaben der Gründer Joseph Levy und Edward Kook zusammensetzt. „Leko“ hat sich – vor allem in Nordamerika – zum Gattungsbegriff für ERS-Scheinwerfer entwickelt; der moderne ETC Source Four gilt als direkter Nachfolger dieser Bauart.
Funktionsweise und Aufbau
Der Leko nutzt einen ellipsoidalen Reflektor mit zwei Brennpunkten: Im einen Brennpunkt sitzt das Leuchtmittel, im anderen das sogenannte Gate mit den Blenden und dem Gobo. Von dort wird das Licht durch ein Linsensystem im Linsenrohr abgebildet. Über das Verschieben des Linsenrohrs lässt sich der Lichtrand stufenlos von hart bis weich einstellen.
Wesentliche Bauteile zur Lichtformung:
- Blenden (Shutter): in der Regel vier interne Metallblenden zum geradlinigen Beschneiden und Formen des Lichtkegels.
- Gobo-Schacht: Aufnahme für Metall-Gobos zur Projektion von Mustern und Strukturen.
- Iris (optional): zum kreisförmigen Verkleinern des Lichtkegels.
- Linsenrohr: bestimmt Kantenschärfe sowie – je nach Linsensatz – den Abstrahlwinkel.
Technische Daten
Der Abstrahlwinkel wird über austauschbare Linsensätze festgelegt. Gebräuchliche feste Feldwinkel sind:
| Typische Feldwinkel (ERS) |
|---|
| 5°, 10°, 14°, 19°, 26°, 36°, 50°, 70°, 90° |
Als Leuchtmittel kamen klassisch Halogenlampen zum Einsatz; moderne Lekos arbeiten überwiegend mit LED-Engines. Konkrete Wattage und Farbtemperatur hängen vom jeweiligen Modell ab.
Einsatz am Set
Am Filmset dient der Leko vor allem dort, wo harte, präzise begrenzte Lichtkanten gefragt sind. Typische Anwendungen:
- Simulation harter Lichtquellen wie Sonne durch ein Fenster oder ein Straßenlaternen-Spot, wobei die Blenden das Licht exakt auf die Fensterform beschneiden.
- Projektion von Gobo-Mustern (z. B. Fenstersprossen, Blätter-Breakups) zur Strukturierung von Wänden und Hintergründen.
- Eng kontrollierte, wiederholbare „Sun Hits“ im Sinne motivierter Beleuchtung.