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Leitz M 0.8
Kamera · Begriffe

Leitz M 0.8

Murnau AI illustration
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Kompaktes Messsucherkamera-System von Leica mit 0,8× Sucher-Vergrößerung — ideal für Weitwinkel und dokumentarische Arbeit. Legendär in der Fotografie, selten am Set.

Überblick

Die Leitz M 0.8 ist eine Serie von Festbrennweiten (Primes) des Herstellers Leitz Cine Wetzlar, die auf den Fotoobjektiven der Leica-M-Reihe basiert. Statt einer vollständigen Neu-Verhausung (Rehousing) erhalten die kompakten M-Objektive stufenlose Zahnkränze für Fokus und Blende im Kino-Standard 0.8 Mod (Modul). Daraus leitet sich der Namenszusatz „0.8" ab: Er bezeichnet die Zahnteilung der Gear-Ringe, die mit Follow-Focus-Einheiten und anderem Cine-Zubehör kompatibel ist.

Ziel der Serie ist es, den charakteristischen optischen Look der Leica-M-Objektive für Film- und Serienproduktion nutzbar zu machen, ohne deren geringe Baugröße zu opfern. Die Objektive behalten den Leica-M-Bajonett; über Adapter und herstellerseitige Mounts lassen sie sich an verbreitete Kinokameras anpassen.

Technische Daten

Die Serie umfasst mehrere Brennweiten, die optisch von den korrespondierenden Leica-M-Fotoobjektiven abstammen. Die einzelnen Objektive sind auf einheitliche Eckdaten abgestimmt, um den Wechsel am Set zu erleichtern.

MerkmalWert
HerstellerLeitz Cine Wetzlar
ObjektivanschlussLeica M
Bildkreis / FormatFull Frame (36 × 24 mm)
Zahnkranz-Modul (Fokus & Blende)0.8 Mod, stufenlos
Filtergewinde77 mm
Frontdurchmesser80 mm

Zu den verfügbaren Brennweiten zählen unter anderem 21 mm, 24 mm, 28 mm, 35 mm, 50 mm, 75 mm und 90 mm. Die kurzen bis mittleren Brennweiten sind durchweg sehr lichtstark (typischerweise Anfangsöffnung f/1.4); für 50 mm existiert zusätzlich eine extrem lichtstarke Noctilux-Variante.

Einsatz am Set

Durch das einheitliche Filtergewinde (77 mm), den einheitlichen Frontdurchmesser (80 mm) und die genormten 0.8-Mod-Zahnkränze lassen sich die Objektive der Serie ohne Umbau gegeneinander tauschen – Mattebox, Follow-Focus und Filter passen über die gesamte Serie. Das macht den Brennweitenwechsel auf dem Set schnell und konsistent.

Im Vergleich zu vollwertig verhausten Cine-Primes bleiben die M 0.8 deutlich kompakter und leichter, was sie für Gimbal-, Handheld- und beengte Drehsituationen attraktiv macht. Der Kompromiss liegt im kürzeren Fokusweg und der nicht standardisierten Front-Aufnahme der ursprünglichen Foto-Konstruktion. Über Adapter-Mounts werden die Objektive an Full-Frame-Kinokameras (u. a. Sony VENICE/BURANO, ARRI-Alexa-Reihe sowie diverse Drittanbieter-Mounts für RED, Sony E und L-Mount) betrieben.

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