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Lee 216 (White Diffusion)
Licht · Begriffe

Lee 216 (White Diffusion)

Lee 216
Murnau AI illustration
lee 416 lee 164 lee 211

Lee Diffusionsfolie aus weißem Material — streut hartes Licht gleichmäßig weich ohne Farbverschiebung.

Überblick

Lee 216 (vollständig: 216 White Diffusion) ist eine Diffusionsfolie des britischen Herstellers LEE Filters. Sie zählt zu den am häufigsten eingesetzten Diffusionsmaterialien in Film, Fernsehen und Theater und gilt als das „klassische" volle Weiß-Diffusionsblatt im Lee-Sortiment. Die Folie wird vor eine Lichtquelle gespannt oder geklammert, um das Licht zu streuen, weicher zu machen und Schattenkanten abzumildern.

Im Gegensatz zu Farbfolien (CTB, CTO) verändert eine White Diffusion die Farbtemperatur nicht nennenswert, sondern wirkt rein als Streumedium. Lee 216 liefert eine kräftige, „milchige" Diffusion und gehört damit zu den stärkeren Diffusionsstufen; schwächere Varianten derselben Familie sind etwa Lee 250 (Half White Diffusion) und Lee 251 (Quarter White Diffusion).

Technische Daten

Die folgenden Werte stammen aus dem offiziellen LEE-Filters-Datenblatt:

EigenschaftWert
Bezeichnung216 White Diffusion
HerstellerLEE Filters
Lichtverlustca. 1½ Blenden
Transmission (Y-Wert)36 %
ReferenzlichtquelleTageslicht (Source C), 6774 K
TypDiffusionsfolie (kein Farb- oder Korrekturfilter)

Lee 216 ist als Bogen (Sheet) sowie in Rollen unterschiedlicher Breite erhältlich. Die Folie selbst trägt keine Farbwirkung; der „Verlust" von rund 1½ Blenden entsteht durch die Streuung des Lichts über eine größere Fläche.

Einsatz am Set

Lee 216 wird typischerweise direkt am Scheinwerfer in einen Filterhalter (Gel Frame) eingelegt oder mit Wäscheklammern bzw. Clips an Barndoors befestigt. Häufiger Einsatz ist das Aufweichen harter Quellen wie Fresnel-Scheinwerfer oder offener Lampen, um ein gleichmäßigeres, hautfreundlicheres Licht zu erzeugen.

  • Weiches Licht: Aufweichen harter Spots und Reduzieren scharfer Schattenkanten.
  • Größere Lichtquelle: Vergrößert die effektive Quellfläche, dadurch weicherer Schattenverlauf.
  • Frei stehend: Auf Diffusionsrahmen gespannt (z. B. an C-Stands oder im Frame), um Licht über eine Fläche zu streuen.
  • Vorsicht Hitze: Bei starken Wolfram-/HMI-Quellen Abstand zur Lampe halten, da Diffusionsfolien hitzeempfindlich sind.

Wegen ihrer kräftigen Streuwirkung wird Lee 216 oft als Referenz genannt, wenn eine „volle" Diffusion gemeint ist; für subtilere Effekte greift man stattdessen zu den abgestuften Varianten (250/251) oder zu „Opal"-Folien.

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