Die aktuelle Kodak-Filmfamilie für professionelle Kinoproduktionen — erhältlich in den Varianten 50D, 200T, 250D und 500T mit unterschiedlichen Lichempfindlichkeiten und Farbtemperatur-Abstimmungen.
Kodak Vision 3 ist die aktuelle und wahrscheinlich letzte Generation professioneller Kino-Negativfilme von Kodak. Die Familie umfasst vier Emulsionen: 5203 (50D), 5213 (200T), 5207 (250D) und 5219 (500T). Die Buchstaben stehen für Daylight (D) und Tungsten (T) — die Farbtemperatur, auf die der Film abgestimmt ist.
Die vier Emulsionen
Die 50D (5203) ist der schärfste, feinkörnigste Film — ideal für Außenaufnahmen bei Tageslicht. Die 200T (5213) ist der Allrounder für Innenaufnahmen mit Kunstlicht. Die 250D (5207) bietet mehr Empfindlichkeit bei Tageslicht als die 50D, mit etwas mehr Korn. Die 500T (5219) ist der High-Speed-Film für Low-Light-Situationen — das Korn ist sichtbar und wird von vielen DPs als ästhetisches Element geschätzt.
Warum Film in 2026?
Trotz digitaler Dominanz drehen Produktionen wie Oppenheimer, The Batman oder Poor Things auf Film. Die Gründe: das Korn ist organisch (nicht wie ein Plugin), die Highlights rollen natürlich ab statt hart zu clippen, und der Farbcharakter ist nicht replizierbar. Dazu kommt die Disziplin am Set: wenn jede Rolle 500€ kostet, überlegt sich jeder zweimal, ob der Take wirklich nötig ist.
Kosten und Logistik
Eine 400ft-Rolle (ca. 4.5 Minuten bei 24fps) kostet etwa 250-350€. Dazu kommen Entwicklung (80-120€ pro Rolle) und Scan (150-500€ pro Rolle, je nach Auflösung). Ein Drehtag mit 6 Rollen liegt bei ca. 3.000-4.000€ nur für Film und Labor — ohne Kamera-Miete.
Aktuelles
Kodak hat seine Verkaufspolitik für Vision 3 35mm-Filmmaterial verschärft: Direktkäufe sind nun ausschließlich für professionelle Kinoproduktionen gestattet. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die primäre Zielgruppe der professionellen Filmproduktion zu priorisieren und den Zugang für Hobby-Anwender zu regulieren.