Filmlexikon.
Unterstützen
Inky (200W)
Licht · Begriffe

Inky (200W)

Inky
Murnau AI illustration
dinky inky inkie mickey

Kompakter 200W Fresnel-Scheinwerfer für gezielte Lichtakzente und Details in engen Bereichen.

Überblick

Als Inky (auch Inkie, im Diminutiv Inky-Dink oder Dinky Inky) bezeichnet man am Set die kleinste Klasse der Tungsten-Fresnel-Scheinwerfer. Der Begriff leitet sich von "incandescent" (Glühlicht) in Verbindung mit dem umgangssprachlichen "inky-dinky" (winzig) ab. Es handelt sich also nicht um ein einzelnes Produkt, sondern um eine Geräte-Gattung: kompakte Fresnel-Spots mit niedriger Leistung, die ein weiches, kantenkontrolliertes Lichtfeld erzeugen und sich von Spot auf Flood fokussieren lassen.

Typische Vertreter sind der Altman Inkie 100, die beiden Mole-Richardson-Köpfe Mini-Mole (Typ 2801) und Midget (Typ 2351) sowie der ARRI 150. Der Markenname "Mini-Mole" von Mole-Richardson ist in der Branche praktisch zum Synonym für die Inky-Klasse geworden.

Technische Einordnung

Die genauen Werte hängen vom jeweiligen Modell ab; gemeinsam sind allen Inkys folgende Merkmale:

  • Lichtart: Tungsten-Halogen (Glühlicht), klassisch um 3200 K Farbtemperatur; moderne Nachbauten gibt es auch als LED.
  • Leistung: niedrig, üblicherweise im Bereich von etwa 100 bis 250 W (verbreitet 100 W und 200 W).
  • Optik: kleine Fresnel-Linse für ein weiches, gleichmäßiges Feld mit kontrolliertem Kantenverlauf. Die Linsengröße variiert je nach Modell: Altman Inkie 100 und die Mole-Richardson-Köpfe haben eine 3-Zoll-Linse, der ARRI 150 hingegen eine 2-Zoll-Linse (50 mm).
  • Fokus: stufenlos von Spot auf Flood verstellbar.
  • Bauform: sehr kompakt und leicht, mit kurzem Lichtwurf (short throw).
ModellHerstellerLampenleistungLinse
Inkie 100Altman100 W3 Zoll
Mini-Mole (Typ 2801)Mole-Richardson200 W3 Zoll
Midget (Typ 2351)Mole-Richardson200 W3 Zoll
ARRI 150ARRI150 W2 Zoll (50 mm)

Beispielwert: Der Altman Inkie 100 erzeugt laut Hersteller bei 10 ft Wurfdistanz ein Lichtfeld von etwa 4,2 bis 10,4 ft Durchmesser (Spot bis Flood).

Einsatz am Set

Inkys sind das Werkzeug für kleine, präzise Lichtaufgaben, bei denen ein vollwertiger Fresnel zu groß oder zu hell wäre. Typische Anwendungen:

  • Akzent- und Detaillicht: punktgenaues Setzen kleiner Lichter auf Gesichter, Augen (Eye-Light) oder einzelne Requisiten.
  • Tabletop und Produktaufnahmen: enge, kontrollierbare Ausleuchtung kleiner Sets.
  • Kanten- und Effektlicht: als Kicker, Hinterlicht oder dezentes Fülllicht in beengten Setups.
  • Enge Stellplätze: dank Kompaktheit dort einsetzbar, wo größere Köpfe nicht hinpassen.

Durch die geringe Leistung lassen sich Inkys nah am Motiv positionieren, ohne zu überstrahlen, und sie sind mit Scrims, Barndoors und Gel präzise dimmbar bzw. abschattbar.

Im Lexikon weiter

Verwandte Begriffe

Fehler melden
Aus dem Filmfarm-Ökosystem

Bildsprache verstehen, Produktionen kalkulieren, Crew vernetzen.

Das Lexikon ist Teil des Filmfarm-Ökosystems — neben Kalkulation (FilmBalance), Branchen-Magazin (FilmCircus) und Crew-Vernetzung (FilmCall, CrewMesh). Eine gemeinsame Begriffswelt für die ganze Produktion.

FilmFarm FilmRadarBald verfügbarFilmPulseBald verfügbarFilmNumbersBald verfügbarFilmCapitalBald verfügbarFilmLabBald verfügbarFilmBalanceBald verfügbarFilmCircusBald verfügbar