Flaches Tablett zur Organisation kleiner Kamerateile wie Batterien, Speicherkarten und Werkzeug — hält den Arbeitsplatz aufgeräumt.
Technische Details
Standard-Hostess-Trays messen 381 × 254 × 6,35 mm und wiegen etwa 680 Gramm. Die Bohrungen folgen einem metrischen 25,4 mm Raster mit abwechselnden 1/4"-20 und 3/8"-16 Gewinden. Moderne Varianten wie das Arri Hostess Tray verfügen über zusätzliche Rosette-Aufnahmen und Dovetail-Schienen. Größere Ausführungen erreichen 508 × 381 mm, kleinere Versionen 254 × 203 mm. Die Tragfähigkeit liegt bei bis zu 45 kg, abhängig von der Materialstärke und Befestigung.
Geschichte & Entwicklung
Elemack entwickelte das erste Hostess Tray 1975 für den professionellen Filmbereich, basierend auf Airline-Catering-Tabletts. Panavision standardisierte 1978 die heute gültigen Abmessungen und Gewindeabstände. In den 1980er Jahren etablierte sich das System bei Steadicam-Operatoren als universelle Montageplatine. Arri erweiterte 1995 das Konzept um Rosette-Verbindungen, während moderne Hersteller wie Wooden Camera und SmallRig ab 2010 Carbon-Varianten einführten.
Praxiseinsatz im Film
Hostess Trays dienen primär als Adapterplatte zwischen verschiedenen Kamerasystemen und Stativköpfen. Bei "Blade Runner 2049" (2017) verwendete Roger Deakins sie zur Montage von LED-Panels unter der Kamera. In Steadicam-Konfigurationen ermöglichen sie die schnelle Rekonfiguration der Monitorposition ohne Neubalancierung. Wireless-Receiver, Funkstrecken und kleine Recorder finden über Kugelgelenkarme Befestigung am Tray. Der Vorteil liegt in der universellen Kompatibilität; Nachteile sind das zusätzliche Gewicht und potentielle Vibrationsübertragung bei unzureichender Verschraubung.
Vergleich & Alternativen
Das Hostess Tray unterscheidet sich von der Mitchell-Platte durch das Lochraster statt Stiftaufnahme. Cheese Plates bieten ähnliche Funktionalität mit dichteren Bohrmustern. Moderne ARRI-Bridgeplates integrieren Hostess-Funktionalität mit Objektiv-Support-Systemen. Bei kompakten Kameras ersetzen oft kleinere Top Plates oder Cage-Systeme das klassische Hostess Tray. Für reine Monitormontage sind spezielle Monitor-Brackets effizienter, während bei komplexen Wireless-Setups größere Utility-Plates mehr Flexibilität bieten.