HMI DE: Doppelseitig gesockelte HMI-Lampe mit Anschlüssen an beiden Enden, wird in großen Stufenlinsen und Fresnel-Scheinwerfern eingesetzt.
Überblick
HMI DE steht für eine doppelendige (Double-Ended) HMI-Lampe. HMI bezeichnet eine Metallhalogenid-Gasentladungslampe (Hydrargyrum Medium-arc Iodide), die am Filmset tageslichtähnliches Licht erzeugt. Das Kürzel DE beschreibt nicht eine eigene Lichttechnik, sondern die Bauform des Leuchtmittels: Der Quarzbrenner besitzt an beiden Enden einen elektrischen Kontakt (Sockel), im Gegensatz zur einendigen Variante HMI SE (Single-Ended), die nur einen Sockel hat.
Wie alle HMI-Lampen benötigt eine HMI-DE-Lampe ein externes Vorschaltgerät (Ballast), das den Lichtbogen zündet und den Strom begrenzt; der Brenner kann nicht direkt am Netz betrieben werden.
Bauform und Sockel
Die doppelendige Bauform ist ein gerades Quarzrohr mit je einem Sockel links und rechts, das im Scheinwerfer waagerecht zwischen zwei Kontakthaltern eingespannt wird. Typische Sockeltypen sind Bipin-/Stiftsockel der SFc- bzw. SFa-Reihe (sowie bei sehr großen Lampen kräftigere Sockel). Einendige (SE-)Lampen sitzen dagegen in einem einzelnen Sockel am hinteren Brennerende.
- HMI DE: kompakter, gerader Brenner mit zwei Endkontakten; verbreitet in PAR-Scheinwerfern und offenen (Fresnel-losen) Köpfen.
- HMI SE: ein Sockel; konstruktiv typisch für Fresnel-Köpfe.
Einsatz am Set
HMI-DE-Lampen liefern tageslichtähnliches Licht (Herstellerangaben im Bereich ca. 5600–6000 K) mit hoher Farbwiedergabe (bei OSRAMs HMI-Linie CRI >90) und werden zum Aufhellen, als künstliche Sonne und für Fensterlicht eingesetzt. Wichtig bei der Handhabung:
- Orientierung: Die Entladungs-/Abpumpspitze des Brenners sollte nach Möglichkeit nach oben zeigen, damit sich beim Abkühlen keine Ablagerungen am kältesten Punkt sammeln.
- Handschuhe: Den Quarzkolben nie mit bloßen Fingern berühren – Hautfett führt zu Entglasung (Devitrifikation) und kann die Lampe vorzeitig zerstören.
- Farbtemperatur über die Lebensdauer: Neue Brenner starten deutlich kühler/bläulicher und nähern sich erst nach den ersten Betriebsstunden ihrer Nennfarbtemperatur an.