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Kopfschuss
Kamera

Kopfschuss

Head Shot
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Murnau AI illustration
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Porträteinstellung vom Scheitel bis zur Brustkorbmitte — zeigt Gesicht und obere Schultern im Detail. Standard für Interviews, Reaktionen und emotionale Close-ups.

Der Kopfschuss sitzt zwischen dem engen Porträt und der Halbtotale — eine Einstellung, die du ständig brauchst, ohne wirklich darüber nachzudenken. Scheitel bis Brustkorbmitte, Gesicht füllt den Frame zu etwa 60–70 Prozent. Das ist deine Arbeitseinstellung für fast alles: Interviews, Reaktionen, emotionale Momente, wenn jemand spricht oder zuhört. Am Set merkst du schnell, dass dieser Bildausschnitt funktioniert, weil er das Gesicht präzise zeigt, ohne dabei klaustrophobisch zu wirken.

Praktisch setzt du den Kopfschuss ein, wenn du Details brauchst — Mimik, Blickkontakt, wie jemand atmet oder zögert — aber gleichzeitig noch genug Kontext behältst. Anders als ein extremes Close-up auf den Augen verlierst du hier nicht die Körpersprache der Schultern. Bei Interviews ist das Gold wert: Der Befragte sitzt natürlich, du siehst sein Gesicht und die erste Reaktion des Oberkörpers. Im Schnitt funktioniert ein guter Kopfschuss als zuverlässiger Reaktions-Schnitt, als Schuss-Gegenschuss-Element oder einfach als B-Roll wenn nichts anderes passt.

Licht und Komposition: Hier wird deine Beleuchtung kritisch. Ein Kopfschuss verzeiht schlechte Ausleuchtung nicht — jede Unebenheit im Gesicht, jeder Schatten unter den Augen wird sichtbar. Du brauchst ein klares Key-Light, oft ein Reflektor oder Fill-Light von unten. Die Kamera sitzt idealerweise auf Augenhöhe oder leicht darunter; von oben herab wirkt der Kopfschuss schnell herabsetzend. Rahme den Kopf nicht zentriert — arbeite mit dem Rule of Thirds, lass etwas Luft über dem Scheitel.

Im narrativen Film unterscheidet sich der Kopfschuss vom dokumentarischen: Hier ist er emotionaler, enger komponiert, oft mit gezieltem Out-of-Focus-Hintergrund (siehe Schärfentiefe, Bokeh). Bei Dokumentation brauchst du manchmal mehr Kontext im Hintergrund, deswegen weicher die Freistellung ab. Der Kopfschuss bleibt aber immer deine Sicherheit — wenn der Dialog passt und die Reaktion stimmt, rettet dieser Frame deine Szene.

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