Flexibler Metallarm mit Klemmvorrichtung zum schnellen Positionieren von Gobos oder Reflektoren ohne Stativ — spart Zeit beim Lichtsetting. Am Set meist mit Gegengewicht genutzt.
Der flexible Metallarm — im Englischen Gobo Stick oder Grip Arm genannt — gehört zu den unterschätztesten Helfern beim schnellen Lichtsetting. Statt einen schweren C-Stand oder Stativ aufzubauen, klemmt man den Gobo oder Reflektor einfach in die Halterung und positioniert ihn durch Drehen und Beugen des Arms exakt da, wo man ihn braucht. Das spart beim Drehen erheblich Zeit — besonders bei Naturlicht-Szenen oder wenn die Sonne wandert und man ständig nachkorrigieren muss.
Der Arm selbst besteht aus mehreren ineinander verschobenen Stahlrohren, weshalb er zwischen etwa 60 und 100 Zentimetern Länge variabel ist. Am einen Ende sitzt die Klemmvorrichtung (meist ein C-Clamp oder ein spezieller Gobo-Head), am anderen Ende wird er mit Gegengewicht — typischerweise Sand-Bags oder ein auswiegbares Arm-Gewicht — balanciert. Das Gegengewicht ist entscheidend: Wer das unterschätzt und einen großen Reflektor oder ein schweres Flag ohne ausreichende Ballast montiert, erlebt schnell, dass der Arm abkippt und Material auf den Schauspieler fällt. Beim ersten Mal sollte man immer mit der Hand stützen und das Gewicht testen, bevor man den Arm komplett loslässt.
Am Set arbeitet man die Keule meist vom Boden oder von einem Gripping-Tisch aus. Der große Vorteil: Man braucht nur eine Person und keinen zweiten Stand-Operator. Der Kameramann oder Beleuchtung kann direkt durch die Kamera schauen, Änderungen ansagen — etwa "zwei Zentimeter höher, noch links rein" — und der Grip stellt nach. Das ist deutlich agiler als mit klassischen Stativ-Systemen, wo man jedes Mal die Mittelstange lösen und wieder festziehen muss. Besonders bei Documentary oder schnellen Drehtagen mit wechselnden Positionen wird die Keule zur Routine-Ausrüstung.
Für noch feinteiligere Arbeiten — wenn man einen kleinen Gobo exakt vor einem Scheinwerfer positionieren muss — kommt oft eine kürzere, steifere Variante zum Einsatz, die man permanent mit einem C-Stand stabilisiert. Hier nennt sich das Ding manchmal auch Baby Arm. Die größeren, flexibleren Versionen dagegen sind Workhorses bei Reflektoren und Diffusion-Panels im Außenlicht-Setup. Man lernt schnell, ob man eher eine längere oder kürzere Version bevorzugt — das hängt vom eigenen Reflexverhalten und der typischen Set-Größe ab.