Synchronisationssignal zur Taktung mehrerer Videoquellen — verhindert Bildstörungen beim Mischen verschiedener Kameras oder Geräte.
Definition
Genlock synchronisiert Video-Signale verschiedener Kameras oder Geräte über ein gemeinsames Referenzsignal. Das System gewährleistete unterbrechungsfreie Schnitte zwischen Kamerabildern in Live-Produktionen und Multi-Kamera-Setups.
Anwendung in der Praxis
Genlock wird in folgenden Produktionsszenarien eingesetzt:
- Multi-Kamera-Produktionen: Synchronisation mehrerer Kameras für nahtlose Schnitte
- Live-Broadcasting: Unterbrechungsfreie Umschaltung zwischen Kamerabildern
- Aufzeichnung: Zeitsynchrone Aufnahme mehrerer Kameras
- Compositing: Pixelgenaue Überlagerung von Video-Signalen
Technische Details
Genlock-Systeme arbeiten mit folgenden Spezifikationen:
- Schwarzburst-Signal als Referenz (analog) oder Word Clock (digital)
- Synchronisation von Horizontal- und Vertikalfrequenz
- Kompatibilität mit SMPTE-Timecode
- Unterstützung verschiedener Videoformate (PAL, NTSC, HD, 4K)
Praktische Hinweise
- Master-Kamera oder separaten Sync-Generator als Referenz definieren
- Alle Kameras vor Drehbeginn auf Genlock-Signal kalibrieren
- Kabelverbindungen auf Signalqualität prüfen
- Bei größeren Entfernungen Signalverstärker einsetzen
Professionelle Standards
Genlock-Systeme erfüllen in der Film- und Fernsehproduktion folgende Anforderungen:
- Frame-genaue Synchronisation für Live-Schnitt
- Reduzierte Post-Production durch synchrone Aufnahme
- Broadcast-Standards nach SMPTE und EBU
- Kompatibilität mit professioneller Produktionstechnik