Weiterentwicklung der Alta-Drohne mit verbesserter Traglast bis 35kg — für große Kinokameras und komplexe Gimbal-Setups.
Technische Details
Maximale Abflugmasse: 24,9 kg bei 15,9 kg Nutzlast. Acht T-Motor U8 KV100 Motoren treiben 29-Zoll-Propeller an. Das Kohlefaser-Chassis misst 1.270 mm zwischen den Motorachsen. Integriertes MōVI-Gimbal-System stabilisiert Kameras wie RED Dragon, Alexa Mini oder Sony FX9. Redundante Flugsteuerung mit dualem IMU und GPS. Betriebstemperatur: -10°C bis +50°C. Akkusystem: 6S 22000mAh LiPo-Batterien, Hot-Swap-fähig während des Betriebs.
Geschichte & Entwicklung
Markteinführung 2016 als Nachfolger der Alta-Serie von Freefly Systems, gegründet 2011 von Tabb Firchau. Ursprünglich entwickelt für die eigenen MōVI-Gimbals, etablierte sich die Alta X schnell in Hollywood-Produktionen. 2018 erweiterte Freefly das System um die Alta Pro-Variante mit verbesserter Wetterfestigkeit. 2020 Integration von RTK-GPS für zentimetergenaue Positionierung.
Praxiseinsatz im Film
Verwendet in "Blade Runner 2049" (2017) für komplexe Verfolgungsszenen durch Hochhausschluchten. "1917" (2019) nutzte die Alta X für nahtlose Übergänge zwischen Boden- und Luftaufnahmen in den berühmten One-Shot-Sequenzen. Typischer Workflow: Gimbal-Operator steuert Kamera separat vom Piloten, ermöglicht präzise Bildkomposition während komplexer Flugmanöver. Nachteile: Hoher Stromverbrauch bei maximaler Nutzlast, Lärmbelastung durch acht Rotoren bei Innenaufnahmen.
Vergleich & Alternativen
Konkurriert direkt mit DJI Matrice 600 Pro (6 kg Nutzlast) und Heavy Lift-Systemen wie dem Shotover F1. Überbrückt die Lücke zwischen Consumer-Drohnen und bemannten Hubschraubern. Moderne Alternative: DJI FPV für kleinere Kameras oder spezialisierte Custom-Builds für extreme Nutzlasten über 20 kg. Einsatz der Alta X bei mittleren bis großen Produktionen, wo Gimbal-Qualität wichtiger als pure Flugzeit ist.