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Feuerwerk-Effekt
Licht · Begriffe

Feuerwerk-Effekt

Firework Effect
Murnau AI illustration
fire effect spark hit effects light

Schnelle, bunte Lichtblitze verschiedener Farben — imitiert das Aufleuchten von Feuerwerksraketen.

Überblick

Der Firework Effect (auch „Fireworks", deutsch oft „Feuerwerk-Effekt") ist kein eigenständiges Gerät, sondern ein vorprogrammierter Lichteffekt (FX-Preset) in der Effekt-Engine moderner farbmischfähiger LED-Leuchten für Film und TV. Er simuliert das charakteristische Lichtspiel eines Feuerwerks: unregelmäßig auftauchende, in verschiedenen Farben aufblitzende Lichtstöße, die schnell aufleuchten und wieder abklingen. Damit erzeugt die Leuchte den Eindruck, ein Motiv oder ein Set werde vom Widerschein eines außerhalb des Bildes stattfindenden Feuerwerks beleuchtet – ohne dass tatsächlich Pyrotechnik nötig ist.

Der Effekt gehört zur selben Familie von Stock-Effekten wie Lightning (Blitz), Paparazzi, TV, Fire, Police/Cop Car, Explosion oder Welding. Diese Effekte lassen sich direkt am Gerät oder über DMX abrufen, ohne dass ein Lichtpult und manuelle Programmierung erforderlich sind.

Verbreitung und Hersteller

Der Firework-Effekt ist über mehrere Hersteller hinweg ein Standard-Feature:

  • ARRI führt „Fireworks" beim SkyPanel als einen von 17 vorprogrammierten Lighting Effects. Auch der Orbiter verfügt über einen Effects-Modus, dessen Effektbibliothek den Fireworks-Effekt einschließt.
  • Nanlite listet „Firework" als eigenen Spezialeffekt-Modus, u. a. bei den PavoTube-Röhren.
  • Astera bietet bei seinen Wireless-LED-Leuchten anpassbare Effekt-Presets an; der Effektsatz variiert je nach Modell.
  • Rotolight bildet vergleichbare praktische Effekte über sein CineSFX-System ab.

Da der Effekt rein in der Firmware/Steuerung der Leuchte erzeugt wird, hängen Bezeichnung, Farbpalette und Parameter vom jeweiligen Hersteller und der Firmware-Version ab.

Parameter und Steuerung

Der Effekt ist typischerweise anpassbar. Übliche, herstellerübergreifend wiederkehrende Stellgrößen sind:

  • Geschwindigkeit / Frequenz – wie oft die Lichtstöße auftreten.
  • Farbe / Farbpalette – die Farben der einzelnen „Bursts" (bei RGB-/RGBWW-Leuchten frei wählbar).
  • Intensität – Grundhelligkeit bzw. Spitzenhelligkeit der Stöße.

Aufgerufen wird der Effekt entweder über das Bedienmenü der Leuchte (Standalone), per App bzw. Funk (z. B. CRMX) oder über DMX. Bei mehreren miteinander verbundenen Leuchten kann sich der Effekt über mehrere Geräte erstrecken, sodass die Lichtstöße über eine Reihe von Panels „wandern".

Einsatz am Set

Der Firework-Effekt wird genutzt, um Off-Screen-Ereignisse glaubhaft zu motivieren: Silvester- und Feiertagsszenen, Festszenen am Fenster oder reflektiertes Licht auf Gesichtern, ohne reale Pyrotechnik, Genehmigungen oder Wetterabhängigkeit. Da der Effekt softwarebasiert ist, lässt er sich exakt wiederholen (Continuity über mehrere Takes) und in Helligkeit, Tempo und Farbe an die Szene anpassen. In der Praxis wird er häufig auf farbmischfähige Panels oder Tubes hinter oder neben dem Set gelegt und dezent eingesetzt, damit das Flackern als realistischer Widerschein und nicht als künstliches Disco-Muster wirkt.

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