Compact modular digital cinema camera from Z Cam.
Technische Details
Die E2 verwendet einen 17,3 × 13 mm CMOS-Sensor und erreicht eine maximale Auflösung von 4K Cinema (4096 × 2160) bei bis zu 120 fps sowie 4K UHD (3840 × 2160) bei 160 fps. Die Kamera unterstützt H.265/HEVC-Kompression mit Bitraten bis zu 300 Mbps und zeichnet in 10-Bit 4:2:2 intern auf CFast 2.0-Karten auf. Der native ISO-Wert liegt bei 500, der Dynamikumfang beträgt 13 Stops. Besonderheit ist das modulare Design ohne integrierte Bedienelemente – die Steuerung erfolgt ausschließlich über WLAN via Smartphone-App oder Ethernet-Verbindung. Die Kamera verfügt über einen aktiven Micro Four Thirds-Mount und benötigt externe Stromversorgung über 12V DC.
Geschichte & Entwicklung
Z CAM stellte die E2 erstmals auf der NAB 2018 vor und brachte sie im Herbst 2018 für 1.999 USD auf den Markt. Das Unternehmen erweiterte die E2-Serie 2019 um die E2-M4 (Vollformat) und E2-F6 (6K), später folgten die E2-F8 (8K) und verschiedene S-Varianten. Die modulare Bauweise orientierte sich bewusst an den Anforderungen von Drohnenpiloten und Gimbal-Operatoren, die kompakte, leichte Kameras ohne überflüssige Bedienelemente benötigten.
Praxiseinsatz im Film
Die E2 etablierte sich vorrangig in der Low-Budget-Filmproduktion und bei Content Creators. Typische Workflows umfassen die Integration in Drohnensysteme, Gimbal-Rigs oder als B-Kamera in größeren Produktionen. Die kompakten Abmessungen ermöglichen Aufnahmen in engen Räumen oder an schwer zugänglichen Orten. Nachteile sind die ausschließliche App-Steuerung, die bei professionellen Sets unpraktisch sein kann, und die begrenzte Objektivauswahl des Micro Four Thirds-Systems. Die interne 10-Bit-Aufzeichnung eliminiert jedoch die Notwendigkeit externer Recorder für viele Anwendungen.
Vergleich & Alternativen
Im Vergleich zur Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K bietet die E2 höhere Framerates, jedoch weniger intuitive Bedienung. Gegenüber der RED Komodo ist sie deutlich günstiger, erreicht aber nicht deren Bildqualität. Moderne Alternativen umfassen die Sony FX3, Canon EOS R5 C oder neuere Z CAM-Modelle wie die E2-F6. Die ursprüngliche E2 eignet sich heute primär für Budget-bewusste Produktionen oder als Spezial-Kamera für schwierige Einbaulagen.