Target is a technique of professional lighting.
Technische Details
Professionelle Targets bestehen aus Aluminium oder feuerfestem Kunststoff mit einer Reflexionstoleranz von ±2% zwischen den Segmenten. Die weiße Fläche reflektiert 90% des auftreffenden Lichts, die schwarze absorbiert 95%. Gängige Varianten umfassen das Siemens-Stern-Target mit 36 radialen Segmenten zur Schärfenprüfung, Graukeil-Targets mit 10 Helligkeitsstufen (0,3 Blendenstufen Abstufung) und Farbtemperatur-Targets mit definierten Farbfeldern für Weißabgleich bei 3200K und 5600K.
Geschichte & Entwicklung
Eastman Kodak entwickelte 1952 die ersten standardisierten Film-Targets für die Technicolor-Produktion. Der Durchbruch kam 1967 mit Osram's hitzebeständigen Keramik-Targets für 10kW-Scheinwerfer. Arri führte 1981 das modulare Target-System ein, bei dem verschiedene Testmuster kombinierbar waren. Seit 2010 dominieren digitale LED-Targets mit programmierbaren Mustern und Helligkeitswerten bis 50.000 Lux.
Praxiseinsatz im Film
Kamerateams nutzen Targets zur präzisen Fokussierung von Fresnel-Scheinwerfern: Das Target wird in der gewünschten Entfernung positioniert, der Scheinwerfer solange justiert, bis die Kreislinien messerscharf abgebildet werden. Bei "Blade Runner 2049" kalibrierte Roger Deakins alle 18K-ARRI-Scheinwerfer täglich mit Targets für die präzisen Lichtformen in den Innenszenen. Gaffers verwenden Targets systematisch bei Multi-Kamera-Setups, um identische Lichtverteilung über alle Kamerapositionen sicherzustellen.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zu Graukarten, die nur Belichtung messen, prüfen Targets Schärfe und Lichtverteilung gleichzeitig. Moderne Alternativen sind digitale Lichtmesser mit Target-Projektion oder Laser-Alignment-Systeme, die ohne physische Objekte auskommen. Targets bleiben jedoch Standard bei Tageslicht-Dreharbeiten, da elektronische Geräte bei direkter Sonneneinstrahlung (bis 100.000 Lux) versagen.