T* Coating is a technique in filmmakingtography.
Technische Details
T-Vergütungen bestehen aus 7-15 alternierenden Schichten verschiedener Materialien wie Magnesiumfluorid (MgF₂), Titanoxid (TiO₂) und Tantalpentoxid (Ta₂O₅) mit Schichtdicken von 50-150 Nanometern. Die spektrale Transmission erreicht bei 550nm Wellenlänge Spitzenwerte von 99,7-99,9%. Moderne T-Systeme verwenden Ionenstrahlsputtern (Ion Beam Sputtering) für gleichmäßigere Schichtdicken mit Toleranzen unter ±2nm. Varianten umfassen Standard-T für sichtbares Licht (400-700nm) und Broadband-T für erweiterte Spektralbereiche (350-1000nm).
Geschichte & Entwicklung
Carl Zeiss führte 1972 die T*-Vergütung für ihre Contax-Objektive ein und übertrug die Technologie 1975 auf Kinoobjektive der Master Prime-Serie. Die Entwicklung basierte auf militärischen Zielfernrohr-Beschichtungen aus den 1960er Jahren. 1983 erweiterte Zeiss das System um mehrfarbige Interferenzbeschichtungen, 1995 folgten wasserdampfresistente Deckschichten. Seit 2010 nutzt Zeiss Plasma-unterstützte Beschichtungsverfahren für noch homogenere Schichtverteilung.
Praxiseinsatz im Film
T-vergütete Master Primes kamen bei "Blade Runner 2049" (2017) zum Einsatz, um Streulicht in den LED-intensiven Nachtszenen zu minimieren. Die Beschichtung reduziert Ghosting-Effekte um bis zu 85% gegenüber Standardvergütungen und ermöglicht kontrastreichere Bilder bei Gegenlichtaufnahmen. In "1917" (2019) nutzten die Kameraleute T-Objektive für die langen Plansequenzen, da die geringe Binnenreflektion konsistente Belichtungswerte über verschiedene Lichtsituationen gewährleistet.
Vergleich & Alternativen
Während Standard-Mehrschichtvergütungen 1-3% Reflexionsverluste aufweisen, liegt T-Vergütung unter 0,5% pro Oberfläche. Cookes S4/i-Serie verwendet ähnliche "Panchro/i"-Beschichtungen mit vergleichbaren Transmissionswerten. Arri/Zeiss Ultra Primes setzen auf modifizierte T-Systeme mit zusätzlichen UV-Sperrschichten. Bei extremen Weitwinkelobjektiven (unter 14mm) bevorzugen Kameraleute oft unbeschichtete Frontlinsen, um Farbverschiebungen durch Schichtinterferenzen zu vermeiden.