Script is a technique of professional narrative structure.
Technische Details
Das Standardformat folgt dem Master Scene Format mit Courier 12pt Schriftart, einspaltigem Layout und spezifischen Seitenrändern: links 3,8 cm, rechts 2,5 cm, oben/unten je 2,5 cm. Szenenköpfe (Slug Lines) beginnen mit Schauplatz-Angaben wie "INT. WOHNZIMMER - NACHT", gefolgt von Handlungsbeschreibungen in Präsensform und zentrierten Dialogen mit Namen in Versalien. Professionelle Software wie Final Draft, WriterDuet oder Celtx automatisiert diese Formatierung. Shooting Scripts enthalten zusätzlich nummerierte Szenen und technische Anmerkungen, während Spec Scripts ausschließlich lesbare Erzählung ohne Kamera-Anweisungen beinhalten.
Geschichte & Entwicklung
Thomas H. Ince entwickelte 1912 das erste standardisierte Drehbuchformat in Hollywood, um komplexe Produktionen systematisch zu planen. 1927 etablierte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences einheitliche Formatstandards. In den 1960er Jahren führte Syd Field die Drei-Akt-Struktur als dominierendes Paradigma ein. Computer-Software revolutionierte ab 1991 mit Final Draft die Skript-Erstellung, während seit 2010 Cloud-basierte Kollaborations-Tools wie WriterDuet das gleichzeitige Arbeiten mehrerer Autoren ermöglichen.
Praxiseinsatz im Film
Christopher Nolans "Inception" (2010) demonstriert komplexe Handlungsebenen durch präzise Formatierung verschiedener Realitätsebenen mit unterschiedlichen Einrückungen. Quentin Tarantinos Skripts wie "Pulp Fiction" nutzen ausführliche Szenenkommentare für Charakterisierung. In der Vorproduktion dient das Skript als Basis für Storyboards, Drehplan und Budgetkalkulation. Während der Produktion werden tägliche Script Notes für Kontinuität geführt, farbkodierte Revisionen (weiß-blau-pink-gelb-grün-goldenrod) dokumentieren Änderungen systematisch.
Vergleich & Alternativen
Das Treatment umfasst 2-10 Seiten Prosa-Zusammenfassung ohne Dialoge, die Outline strukturiert die Handlung in Stichpunkten. Step Outlines gliedern szenenweise auf 10-40 Seiten. Europäische Produktionen verwenden häufiger das kontinentale Format mit durchnumerierten Einstellungen, während amerikanische Master Scene Scripts später in Shot Lists aufgelöst werden. Interactive Scripts für Streaming-Plattformen integrieren seit 2018 Hyperlinks und alternative Handlungsstränge wie bei "Black Mirror: Bandersnatch".