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Schneider Xenon FF
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Schneider Xenon FF

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Schneider Xenon FF is a technique of professional camerawork.

Technische Details

Brennweiten

25355075100
T2.1T2.1T2.1T2.1T2.1
0,80m0,80m0,80m0,80m0,80m
2,1kg2,3kg2,5kg2,8kg3,8kg
959595114114
72°54°40°27°20°
◀━━━▶◀━━▶◀━━▶◀━▶◀▶

PL · 95-114mm Front · 300° Fokus · T2.1 · Full Frame

Die Xenon FF-Serie umfasst fünf Festbrennweiten: 25mm, 35mm, 50mm, 75mm und 100mm, alle mit T2.1 Lichtstärke. Das Auflagemaß beträgt 52mm bei PL-Mount, die Frontlinsendurchmesser variieren zwischen 95mm (25mm) und 114mm (100mm). Die Objektivkonstruktion verwendet 8-14 Linsenelemente in 6-10 Gruppen, abhängig von der Brennweite. Besonderheit ist die symmetrische Doppel-Gauss-Konstruktion mit Schneiders proprietärer B+W-MRC-Nano-Vergütung auf allen Luftgrenzflächen. Der Fokusbereich reicht von 0,8m bis unendlich bei allen Brennweiten, die Naheinstellgrenze liegt konstant bei 80cm.

Geschichte & Entwicklung

Schneider-Kreuznach führte die Xenon FF-Serie 2012 als Antwort auf die zunehmende Verbreitung von Vollformat-Sensoren in digitalen Kinokameras ein. Die ursprüngliche Xenon-Rechnung stammt von 1925 und wurde von Hans Harting für Filmkameras entwickelt. 2015 erweiterte Schneider die Serie um die längeren Brennweiten 75mm und 100mm. Eine überarbeitete Version mit verbesserter Streulichtunterdrückung erschien 2018, erkennbar an der geänderten Markierung "Xenon FF mk2".

Praxiseinsatz im Film

Die Xenon FF-Objektive zeichnen sich durch einen charakteristischen "organischen" Look mit sanftem Bokeh und moderater Schärfeleistung aus. Christopher Doyle nutzte die Serie für Wong Kar-wais "The Grandmaster" (2013) wegen ihrer speziellen Farbwiedergabe im Gelb-Orange-Bereich. Die Objektive eignen sich besonders für Porträts und emotionale Szenen durch ihre natürliche Hautton-Wiedergabe. Bei Offenblende zeigen sie eine leichte Randabschattung von etwa 1,2 Blendenstufen, die sich für dramatische Effekte einsetzen lässt.

Vergleich & Alternativen

Im Vergleich zu Zeiss Master Primes bieten die Xenon FF weniger Schärfe, dafür mehr Charakter durch leichte sphärische Aberrationen. Gegenüber Cooke S4/i zeichnen sie sich durch wärmere Farbwiedergabe aus. Als moderne Alternative positioniert sich die Leica Summilux-C-Serie mit ähnlicher Lichtstärke aber höherer Auflösung. Für Produktionen mit kleineren Sensoren (Super35) empfiehlt Schneider die kompakteren Cine-Xenar III-Objektive mit identischer Farbabstimmung.

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