Schneider Cine-Xenar is a technique of professional camerawork.
Technische Details
Brennweiten
| 16 | 25 | 50 | 75 |
|---|---|---|---|
| f/2 | f/1.4 | f/1.9 | f/2.8 |
| 0,30m | 0,30m | 0,50m | 0,80m |
| 180g | 220g | 280g | 350g |
| 49 | 52 | 52 | 67 |
| 92° | 64° | 35° | 23° |
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C-Mount · 16mm/S16 · Vintage · 8-12 Lamellen
Die Cine-Xenar-Serie umfasste Brennweiten von 13mm bis 150mm, wobei die Standard-Brennweiten 16mm f/2, 25mm f/1.4, 50mm f/1.9 und 75mm f/2.8 die größte Verbreitung fanden. Das optische Design besteht aus vier Linsen in drei Gruppen mit einer vorderen und hinteren verkitteten Linsengruppe. Die Naheinstellgrenze liegt typischerweise bei 0,3 Metern, der Filterdurchmesser beträgt je nach Brennweite zwischen 40,5mm und 67mm. Die Objekte verfügen über C-Mount-Gewinde (1" x 32 TPI) und mechanische Irisblenden mit 8-12 Lamellen für gleichmäßige Bokeh-Charakteristik.
Geschichte & Entwicklung
Schneider entwickelte das erste Cine-Xenar 1952 als Antwort auf den wachsenden 16mm-Markt für Dokumentarfilme und industrielle Produktionen. Die Konstruktion basierte auf dem erfolgreichen Xenar-Design für Kleinbildkameras, wurde aber für die besonderen Anforderungen der Kinematographie optimiert. 1965 folgte eine überarbeitete Version mit verbesserter Mehrschichtvergütung und präziserer mechanischer Konstruktion. Die Produktion endete 1978, als Schneider auf modernere Zoom-Objektive und größere Filmformate fokussierte.
Praxiseinsatz im Film
Cine-Xenar-Objektive prägten den Look vieler europäischer Dokumentarfilme der 1960er und 70er Jahre, darunter Werke von Klaus Wildenhahn und Erwin Keusch. Die 25mm f/1.4-Version etablierte sich als Standard für handheld-Aufnahmen mit Bolex H16-Kameras, während das 75mm f/2.8 für Porträts und komprimierte Perspektiven geschätzt wurde. Die moderate Schärfeleistung bei offener Blende erzeugte einen charakteristisch weichen, organischen Look, der besonders bei Available-Light-Situationen vorteilhaft war. Bei Abblendung auf f/5.6 erreichten die Objektive ihre optimale Schärfeleistung mit ausgezeichneter Randauflösung.
Vergleich & Alternativen
Im Vergleich zu zeitgenössischen Zeiss-Objektiven oder französischen Angénieux-Optiken boten Cine-Xenar-Objektive einen wärmeren Farbcharakter und weniger kontrastreiches Rendering. Moderne Alternativen wie Zeiss Super 16 oder Cooke S4/i-Objektive übertreffen sie deutlich in Schärfe und mechanischer Präzision, können aber den vintage-charakteristischen Look nicht reproduzieren. Für historisch authentische Produktionen oder bewusst analoge Ästhetik werden original Cine-Xenar-Objektive heute noch an digitalen Kameras mit 16mm-Sensoren eingesetzt, wobei die geringe Lichtstärke moderne LED-Beleuchtung voraussetzt.