RED Mini-Mag is a technique of professional camerawork.
Technische Details
RED Mini-Mags verwenden interne SATA-III-SSDs mit Kapazitäten von 240 GB, 480 GB und 960 GB. Die Transferrate beträgt maximal 300 MB/s beim Lesen und 225 MB/s beim Schreiben, was 6K-Aufnahmen bei 23,98 fps in REDCODE RAW 7:1 ermöglicht. Das Gehäuse besteht aus eloxiertem Aluminium mit einem 22-Pin-Anschluss und LED-Statusanzeige. Die Module arbeiten in einem Temperaturbereich von -10°C bis 55°C und wiegen 113 Gramm. Ein integrierter Schreibschutzschalter verhindert versehentliches Überschreiben, während die Kontakte für über 10.000 Einsteck-Zyklen ausgelegt sind.
Geschichte & Entwicklung
RED führte das Mini-Mag-System 2013 mit der RED Dragon-Sensorfamilie ein, als Nachfolger der größeren RED-Mag-Module. Die erste Generation unterstützte 120 MB/s, wurde aber 2014 auf 225 MB/s erweitert. 2016 kam das Mini-Mag SSD 2.0 mit verbesserter Wärmeableitung und höherer Zuverlässigkeit. Mit der Einführung der DSMC2-Kameras 2017 erhielten die Module die aktuelle 300 MB/s-Spezifikation. RED entwickelte das System als Antwort auf die steigenden Datenmengen von RAW-4K- und 6K-Aufnahmen.
Praxiseinsatz im Film
Mini-Mags kommen in Produktionen wie "The Martian" (2015, RED Dragon), "Guardians of the Galaxy Vol. 2" (2017, RED Weapon 8K) und Netflix-Serien wie "Mindhunter" zum Einsatz. Der Workflow erfordert mindestens drei Module pro Kamera: eines in der Kamera, eines als Backup und eines im Datendownload. Bei 6K-REDCODE-Aufnahmen füllt sich ein 480-GB-Modul in etwa 45 Minuten. Die Module lassen sich während der Aufnahme nicht wechseln, erfordern also präzise Kapazitätsplanung. Vorteilhaft ist die sofortige Wiedergabe ohne Spulen und die digitale Metadatenerfassung.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zu CFast-2.0-Karten (max. 600 MB/s) oder Sony XQD (max. 440 MB/s) sind Mini-Mags ausschließlich mit RED-Kameras kompatibel. Die größeren RED-Mag-1.8-Module bieten höhere Kapazitäten bis 1,92 TB, sind aber deutlich sperriger. Neuere RED-Kameras wie die V-Raptor unterstützen CFexpress-Type-B-Karten als Alternative. Mini-Mags bleiben jedoch die kostengünstigste Option für RED-Workflows, da die Datenübertragung über Standard-USB-3.0-Docks erfolgt statt teurer proprietärer Reader.