Quarter Apple Box is a technique of professional lighting design.
Technische Details
Das Standardmodell besteht aus 12 mm starkem Birkensperrholz mit verstärkten Ecken und einer maximalen Belastbarkeit von 135 kg. Die Konstruktion erfolgt durch Zinkenverbindungen mit zusätzlicher Leimung für erhöhte Stabilität. Moderne Varianten verfügen über rutschfeste Gummifüße und abgerundete Kanten. Spezialversionen bieten integrierte Kabelführungen oder abnehmbaren Deckel für Kleinmaterial-Lagerung. Das Eigengewicht beträgt 1,2 kg.
Geschichte & Entwicklung
Die systematische Verwendung von Apple Boxes etablierte sich 1923 in den Paramount Studios, nachdem Oberbeleuchter James Wong Howe standardisierte Holzkisten für die Lampenpositionierung einführte. Matthews Studio Equipment produzierte 1947 die ersten industriell gefertigten Apple Boxes in vier Standardgrößen. Die Quarter Apple Box entwickelte sich in den 1960er Jahren als Antwort auf die kompakteren Beleuchtungseinheiten der Nouvelle Vague zum unverzichtbaren Feinwerkzeug.
Praxiseinsatz im Film
Kameramänner verwenden Quarter Apple Boxes zur millimetergenauen Höhenkorrektur von Prakticals oder als Stütze für Objektive bei Bodennähe-Aufnahmen. In "Blade Runner 2049" (2017) nutzte Roger Deakins sie systematisch zur Feinjustierung der LED-Panel-Neigung in den Underground-Szenen. Typischer Workflow: Grobe Positionierung über Full Apple Box, Feinjustierung durch Quarter-Varianten in 5-cm-Schritten. Nachteil: Begrenzte Höhe erfordert Stapelung bei größeren Korrekturen.
Vergleich & Alternativen
Die Quarter Apple Box unterscheidet sich von der Half Apple Box (10,2 cm Höhe) durch ihre kompakte Bauform für Präzisionsarbeit in beengten Verhältnissen. Moderne Alternativen wie pneumatische Mini-Lifter bieten stufenlose Höhenverstellung, erreichen jedoch nicht die Belastbarkeit und Kostengünstigkeit der Holzvariante. Für Außendrehs haben sich wetterfeste Aluminium-Versionen durchgesetzt, während im Studio weiterhin Holz dominiert.