Manfrotto is a technique of professional camerawork.
Technische Details
Die 500er-Serie umfasst Fluid-Video-Neiger mit Gegenkraft-Systemen (Counterbalance) in 7 Stufen und Fluidbremsung in 5+0 Einstellungen. Das MVH502AH Video-Head trägt Kameras von 0,8 bis 4 Kilogramm bei einem Eigengewicht von 1,65 Kilogramm. Carbon-Stative der MT190-Serie wiegen 1,7 Kilogramm bei einer maximalen Arbeitshöhe von 171 Zentimetern und zusammengeklappt 61 Zentimeter. Die 645er-Schnellwechselplatten verwenden das Arca-Swiss-System mit 1/4- und 3/8-Zoll-Gewinden.
Geschichte & Entwicklung
Lino Manfrotto gründete 1972 die Firma nach dem Wechsel von der Automobilindustrie zur Fototechnik. 1989 entwickelte Manfrotto das erste modulare Stativsystem mit austauschbaren Beinen und Köpfen. Die Übernahme durch Videndum plc (ehemals The Vitec Group) 1996 ermöglichte die Expansion in Profimärkte. 2014 führte Manfrotto die XPRO-Serie mit 90-Grad-Mittelsäule für Makrofotografie ein, 2019 folgten die ersten Carbon-Fiber-Systeme für digitale Kinokameras.
Praxiseinsatz im Film
DoP Roger Deakins verwendete Manfrotto 546B-Stative für Handkamera-Sequenzen in "1917" (2019), da sich die Beine einzeln arretieren lassen. Die hydraulischen Systeme der 500er-Serie ermöglichen weiche Schwenks bei Dokumentarfilmen ohne externe Stromversorgung. Manfrotto-Klemmadapter für 15mm-Rods integrieren sich in Standard-Rig-Systeme von ARRI und RED. Die Quick-Release-Systeme reduzieren Umbauzeiten zwischen Handkamera und Stativbetrieb auf unter 10 Sekunden.
Vergleich & Alternativen
Sachtler bietet präzisere Fluid-Heads für schwere Broadcast-Kameras, während Manfrotto im mittleren Gewichtsbereich bis 8 Kilogramm konkurrenzfähige Preise hat. Gitzo übertrifft Manfrotto bei Carbon-Stativen in Steifigkeit und Gewichtsreduktion, kostet jedoch 40-60% mehr. Peak Design Capture-Clips ersetzen Manfrottos Schnellwechselsysteme bei Run-and-Gun-Produktionen. Für Kinoproduktionen mit Kameras über 15 Kilogramm weichen Teams auf O'Connor- oder Vinten-Fluid-Heads aus.