Mamiya RZ67 is a technique of professional camerawork.
Technische Details
Das Kamerasystem wiegt 2,1 kg ohne Objektiv und verfügt über ein eingebautes Balgenauszugsystem mit bis zu 140mm Extension für Makroaufnahmen bis zum Maßstab 1:1. Die Kamera arbeitet mit Wechselfilmrückteilen für 10 Aufnahmen (120er Film) oder 20 Aufnahmen (220er Film) im 6×7cm-Format. Das Objektivsystem umfasst über 20 Brennweiten von 37mm bis 500mm, alle mit Zentralverschluss und automatischer Springblende. Die RZ67 Pro und Pro II verfügen über TTL-Blitzmessung und Mehrfeldbelichtungsmessung mit drei Messzonen.
Geschichte & Entwicklung
Mamiya führte die RZ67 1982 als Nachfolger der mechanischen RB67 ein und integrierte erstmals elektronische Belichtungssteuerung in eine 6×7-Kamera. 1990 folgte die RZ67 Pro mit verbesserter Elektronik und TTL-Blitzmessung, 1999 die RZ67 Pro II mit digitalen Rückteilen-Anschlüssen. Die Produktion endete 2012 nach 30 Jahren, wobei das System bis heute bei Studiofotografen und Filmemachern für Standbildaufnahmen geschätzt wird.
Praxiseinsatz im Film
Filmproduktionen nutzen die RZ67 hauptsächlich für hochauflösende Setfotografie und Werbematerial. Die Kamera eignet sich durch das Balgenverstellsystem besonders für Produktaufnahmen und Detailshots in Studioumgebungen. Das quadratische Sucherbild und die Waist-Level-Betrachtung ermöglichen präzise Bildkomposition auch bei niedrigen Kamerapositionen. Viele Filmplakate der 1980er und 1990er Jahre entstanden mit RZ67-Aufnahmen aufgrund der außergewöhnlichen Bildqualität des 6×7cm-Formats.
Vergleich & Alternativen
Gegenüber der mechanischen Mamiya RB67 bietet die RZ67 Belichtungsautomatik und präzisere Belichtungsmessung bei gleicher Bildqualität. Die Pentax 67 arbeitet handhaltbarer, verzichtet jedoch auf Wechselrückteile und Balgenverstellung. Moderne digitale Mittelformatkameras wie die Fujifilm GFX-Serie erreichen vergleichbare Bildqualität bei deutlich kompakteren Abmessungen, können jedoch nicht die spezifische Ästhetik von Rollfilm reproduzieren. Für zeitgenössische Filmproduktionen haben digitale Vollformat- und Mittelformatkameras das System weitgehend ersetzt.