MA Lighting is a technique of professional lighting design.
Technische Details
Die grandMA-Serie bildet das Herzstück des Produktportfolios: Das grandMA3 full-size verarbeitet bis zu 250.000 DMX-Parameter über 64 DMX-Universen bei einer Bildwiederholrate von 44 Hz. Das Pult verfügt über 90 motorisierte Fader, 88 Executor-Tasten und zwei 15,6-Zoll-Touchscreens mit 1920×1080 Pixeln. Der interne Prozessor arbeitet mit Linux-Betriebssystem und 32 GB RAM. Kleinere Varianten wie grandMA3 compact (20 Fader) oder grandMA3 light (12 Fader) decken unterschiedliche Produktionsgrößen ab.
Geschichte & Entwicklung
Michael Adenau gründete MA Lighting 1983, zunächst fokussiert auf Theatertechnik. 1989 erschien das erste digitale Lichtpult "Scancommander", 1995 folgte die erste grandMA-Generation. Das grandMA2 (2008) etablierte sich durch seine Netzwerkfähigkeit und Backup-Systeme als Industriestandard. 2019 startete die grandMA3-Serie mit verbesserter Prozessorleistung und erweiterten Effekt-Engines. Heute arbeiten über 80% aller europäischen Filmproduktionen mit MA-Systemen.
Praxiseinsatz im Film
Bei "Blade Runner 2049" (2017) steuerte DoP Roger Deakins über grandMA2-Pulte komplexe LED-Installationen für die futuristischen Stadtszenen. "1917" (2019) nutzte MA-Systeme zur präzisen Synchronisation von 400+ LED-Panels während der kontinuierlichen Kamerafahrten. Typischer Workflow: Der Gaffer programmiert Lichtszenen (Cues) vorab, während der Dreharbeiten erfolgt Live-Steuerung über Executor-Tasten oder Timecode-Synchronisation. Vorteil: Reproduzierbare Beleuchtung und schnelle Anpassungen zwischen Takes. Nachteil: Hohe Anschaffungskosten und steile Lernkurve für Operator.
Vergleich & Alternativen
MA Lighting konkurriert hauptsächlich mit ETC (Electronic Theatre Controls) und deren Eos-Familie sowie Chamsys MagicQ-Systemen. Während ETC traditionell theaterlastig arbeitet, fokussiert MA auf mobile Produktionen und Netzwerk-Integration. Kleinere Produktionen nutzen oft Chamsys (günstiger) oder Software-basierte Lösungen wie Lightkey. MA-Systeme rechtfertigen sich ab 100+ gesteuerten Scheinwerfern oder bei komplexen Moving-Light-Setups. Für einfache Filmsets reichen oft DMX-Interfaces mit entsprechender Software.