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Gang Box
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Gang Box

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Gang Box is a technique of professional lighting design.

Technische Details

Standard-Filmsteckdosenleisten sind mit 16A-Sicherungsautomaten ausgestattet und verfügen über einen FI-Schutzschalter (30mA). Professionelle Modelle wie die Merten Film Box bieten 6x Schuko-Steckdosen bei einer Maximalbelastung von 3680W. Heavy-Duty-Varianten für HMI-Scheinwerfer arbeiten mit 32A oder 63A CEE-Anschlüssen und entsprechenden Drehstrom-Verteilungen. Das Gehäuse besteht aus schlagfestem Kunststoff (IP44-Schutzart) oder Aluminium-Druckguss bei Outdoor-Einsätzen.

Spezialausführungen umfassen DMX-integrierte Boxen für fernsteuerbare Dimmer, Boxen mit Voltmeter/Amperemeter zur Lastüberwachung und explosionsgeschützte Varianten (ATEX-Zertifizierung) für Pyrotechnik-Drehs.

Geschichte & Entwicklung

Die ersten Gang Boxes entstanden in den 1930er Jahren in Hollywood-Studios als simple Holzkästen mit Bakelit-Steckdosen. 1952 führte Mole-Richardson die erste wetterfeste Metallausführung ein. Den Durchbruch brachte 1967 die Einführung des FI-Schutzschalters nach einem tödlichen Stromschlag am Set von "Bonnie und Clyde". Moderne Entwicklungen seit 2010 integrieren PowerCON-Anschlüsse für LED-Panels und USB-Ladebuchsen für Kamera-Akkus.

Praxiseinsatz im Film

Bei "Blade Runner 2049" (2017) kamen über 200 Gang Boxes zum Einsatz, um die 15.000W LED-Wände des Replikanten-Hauptquartiers zu versorgen. Typischer Workflow: Die Steckdosenleisten werden sternförmig vom Hauptverteiler (Distro) aus verlegt, wobei pro 20m-Kabelstrang maximal drei 2,5kW-Scheinwerfer angeschlossen werden.

Nachteile zeigen sich bei Spannungsabfällen über 50m Kabellänge (bis zu 8V Verlust) und dem erhöhten Brandrisiko durch Daisy-Chain-Verkettung mehrerer Leisten.

Vergleich & Alternativen

Im Gegensatz zu fest installierten Studio-Hängeverteilern bieten Gang Boxes maximale Flexibilität bei Location-Drehs. Moderne Powerlock-Systeme (Cam-Lok-Stecker) ersetzen zunehmend Schuko-Verteilungen bei Großproduktionen, da sie höhere Ströme (bis 400A) bei kompakterem Design ermöglichen. Wireless Power-Systeme wie "PowerCaster" befinden sich in der Entwicklung, bleiben aber auf 500W begrenzt und damit ungeeignet für Tungsten-Beleuchtung.

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