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Ear
Licht · Begriffe

Ear

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Ear is a technique of professional lighting design.

Technische Details

Standard-Ohren bestehen aus schwarz eloxiertem Aluminium mit einer Dicke von 1-2mm und sind über Scharniere mit einem Verstellbereich von 90° am Scheinwerferkörper befestigt. Typische Abmessungen variieren zwischen 8cm x 12cm bei kompakten LED-Panels bis zu 25cm x 35cm bei großen Tungsten-Scheinwerfern. Profi-Ausführungen verfügen über hitzebeständige Griffe aus Phenolharz und Arretiermechanismen für präzise Positionierung. Vier-Ohr-Systeme (Barndoors) decken den gesamten Umfang des Scheinwerfers ab, während Zwei-Ohr-Versionen nur seitliche Abschattung ermöglichen.

Geschichte & Entwicklung

Die ersten Ohren erschienen 1923 in den Paramount Studios als Weiterentwicklung der bis dahin verwendeten separaten Schattenmasken. Der Beleuchtungsmeister George Folsey entwickelte das System für die aufkommenden Panchromatic-Filme, die präzisere Lichtführung erforderten. In den 1940ern etablierte Mole-Richardson den Vier-Ohr-Standard, der bis heute Industrienorm ist. Moderne LED-Scheinwerfer integrieren zunehmend motorisierte Ohren mit DMX-Steuerung für Remote-Kontrolle.

Praxiseinsatz im Film

Bei "Blade Runner 2049" (2017) nutzte DoP Roger Deakins extensive Ohr-Setups zur Kreierung der charakteristischen geometrischen Schatten in den Wallace Corporation-Szenen. Ohren eliminieren Streulicht auf Objektiven und reduzieren Lens Flares um bis zu 80%. Im Porträt-Setup begrenzen sie Hinterleuchtung präzise auf Haar- und Schulterpartie, ohne das Gesichtslicht zu beeinträchtigen. Bei Nachtdrehs verhindern sie ungewollte Aufhellung von Bildhintergründen. Der Workflow umfasst typischerweise grobe Positionierung per Hand und Feinjustierung während der Kameraproben.

Vergleich & Alternativen

Flags bieten größere Abschattflächen (bis 120cm x 180cm), erfordern jedoch separate Stative und längere Setup-Zeiten. Snoots erzeugen kreisförmige statt rechteckige Lichtbegrenzung und eignen sich für Spot-Effekte. Moderne Alternativen umfassen programmierbare LED-Arrays mit virtuellen Ohren und Projektor-basierte Systeme mit digitalen Gobos. Ohren bleiben jedoch durch ihre mechanische Zuverlässigkeit und Echtzeitverstellung bei 90% aller Produktionen erste Wahl für grundlegende Lichtformung.

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