CFexpress is a high-performance memory card standard used in filmmaking equipment.
Technische Details
CFexpress Type B-Karten messen 38,5 × 29,8 × 3,8 mm und nutzen zwei PCIe-Lanes für maximale Datenübertragung. Die Mindestwerte für Video Performance Guarantee (VPG) liegen bei VPG-200 (200 MB/s sustained write) für 4K-Aufnahmen und VPG-400 für 8K-Material. Type A-Karten (20 × 28 × 2,8 mm) verwenden eine PCIe-Lane und erreichen bis zu 800 MB/s, während Type C-Karten mit vier Lanes bis zu 4.000 MB/s schaffen. Die Karten arbeiten mit 3,3V Spannung und unterstützen Temperaturbereiche von -25°C bis +85°C.
Geschichte & Entwicklung
Die CompactFlash Association entwickelte CFexpress 2016 als direkten Nachfolger der XQD-Technologie. Sony führte 2019 die ersten Type A-Karten für die α7R IV ein, während Nikon und Canon 2020 Type B-Unterstützung in der Z9 bzw. EOS R5 implementierten. Sandisk, Lexar und ProGrade Digital etablierten sich als Haupthersteller. 2021 erweiterte der CFexpress 2.0-Standard die maximalen Geschwindigkeiten um 25% und verbesserte die Energieeffizienz.
Praxiseinsatz im Film
CFexpress ermöglicht 8K RAW-Aufnahmen in Kameras wie der Canon EOS R5, die 2.600 Mbps Datenrate für Cinema RAW Light benötigt. Bei "Top Gun: Maverick" (2022) verwendeten die Kamerateams CFexpress Type B-Karten für unkomprimierte 6K-Aufnahmen der Sony FX9 in den Cockpit-Sequenzen. Netflix-Produktionen setzen CFexpress für ProRes RAW-Workflows ein, da die sustained write-Performance Dropped Frames verhindert. Die Karten reduzieren Offloading-Zeiten: 512 GB Footage transferieren in unter 8 Minuten via USB 3.2-Reader.
Vergleich & Alternativen
CFexpress Type B übertrifft XQD-Karten um das Dreifache der Geschwindigkeit bei identischen Abmessungen und Rückwärtskompatibilität in vielen Kameras. SD UHS-II erreicht maximal 300 MB/s, während CFexpress Type A bei 800 MB/s startet. SSD-Recording über externe Recorder bleibt für längste Aufnahmezeiten kostengünstiger, aber CFexpress bietet bessere Mobilität und Kamerastabilisierung. RED Mini-Mags bleiben proprietär für RED-Kameras optimiert, während CFexpress herstellerübergreifend standardisiert ist.
Aktuelles
Atomos hat mit der neuen Ninja-Serie nach sieben Jahren eine komplette Neugestaltung vorgenommen. Die Geräte unterstützen erstmals CFexpress Type B Karten und bieten damit deutlich höhere Datenraten für professionelle Videoaufzeichnung. Zusätzlich wurde die Kamerasteuerung über USB-C integriert, was den Workflow bei externen Recordern vereinfacht.