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Egg Crate
Licht · Equipment

Egg Crate

Murnau AI illustration
color temperature flow roll take

Wabenförmiger Lichtformer aus schwarzem Kunststoff — bündelt das Licht und verhindert seitliche Streuung.

Überblick

Ein Egg Crate (deutsch wörtlich „Eierkarton", auch Soft Egg Crate, Honeycomb Grid oder Wabengitter) ist ein Lichtkontroll-Zubehör für weiche Lichtquellen. Es besteht aus einem Raster quadratischer Zellen, das vor eine Softbox, ein Panel-Light oder einen Diffusionsrahmen (Overhead-/Butterfly-Frame) gesetzt wird. Optisch und funktional erinnert die Struktur an einen Eierkarton – daher der Name.

Der Zweck ist die Bündelung des Lichtaustritts: Während das Licht in der Achse weitgehend ungehindert durchtritt, blockieren die Zellenwände die schräg (off-axis) abstrahlenden Anteile. So wird der Abstrahlwinkel verengt und seitliches Streulicht (Spill) auf Wände, Decken, Hintergründe oder in die Optik (Flare) reduziert – ohne dass die weiche Lichtcharakteristik der Quelle verloren geht. Genau hierin unterscheidet sich das Egg Crate von einem harten Wabengitter (Honeycomb) vor einem Spot, das hartes, gerichtetes Licht erzeugt.

Bauform und Varianten

Im professionellen Film- und TV-Bereich dominiert das Soft Egg Crate aus Stoff (textiles Wabengitter). Es ist leicht, faltbar und wird je nach Lichtquelle über Klett (Velcro) oder Bänder befestigt. Daneben gibt es starre Egg Crates aus Kunststoff oder Metall, die fest auf Softbox-Adapter aufgesetzt werden.

Charakterisiert werden Egg Crates über zwei Größen:

  • Beam-Winkel (Grad): bestimmt die Tiefe bzw. das Verhältnis von Zellenhöhe zu Zellenbreite und damit, wie stark der Lichtkegel eingeengt wird. Ein kleinerer Wert bündelt stärker. Die angebotenen Standardwerte unterscheiden sich je nach Hersteller: Modern Studio Equipment und cinematographer-tool führen typischerweise 30°-, 40°- und 50°-Stufen, während Westcotts Scrim-Jim-System auf 20°, 40° und 60° setzt. 40° ist die herstellerübergreifende Schnittmenge und wird häufig als universelle Allround-Variante empfohlen; Hersteller positionieren ihre Werte allerdings unterschiedlich (Westcott bezeichnet 40° als „most popular", Modern Studio dagegen 50° als „industry standard").
  • Format/Größe: passend zur Lichtquelle, von kleinen Softbox-Maßen bis zu großen Overhead-Frames (z. B. 6×6, 8×8, 12×12 bis 20×20 Fuß und größer).

Einsatz am Set

Egg Crates kommen überall dort zum Einsatz, wo weiches Licht zugleich kontrolliert werden soll:

  • Interview und Porträt: Hauptlicht weich halten, aber Spill auf den Hintergrund vermeiden.
  • Overhead-/Butterfly-Setups: großflächiges Toplicht eingrenzen, damit es nicht den gesamten Set-Bereich aufhellt.
  • Kantenlicht, Hair- und Rim-Light: gerichtetes Akzentlicht ohne Streuverluste und ohne Flare in der Optik.
  • Enge Sets: Trennung von Vorder- und Hintergrundbeleuchtung auf kleinem Raum.

Die Befestigung richtet sich nach der Lichtquelle: An Softboxen und Panels erfolgt sie meist werkzeuglos über Klettverschluss in wenigen Sekunden. Große Overhead-/Butterfly-Frames werden hingegen üblicherweise mit umlaufenden Gummi- und Schnürbändern (sowie Ösen/Webbing) an den Rahmen gebunden. Zum Transport lassen sich Stoff-Egg-Crates flach zusammenlegen. Eine gewisse Lichtmenge geht durch die Abschattung der Zellenwände verloren – der Preis für die gewonnene Richtungskontrolle.

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