Prozess zur Reduzierung der Videodateigröße durch mathematische Algorithmen bei akzeptabler Qualität.
Definition
Videokompression reduziert Datenmengen durch Entfernung redundanter oder wahrnehmbarer weniger relevanter Informationen. Unterschieden wird zwischen verlustfreier (Lossless) und verlustbehafteter (Lossy) Kompression.
Anwendung in der Praxis
Rohmaterial von Kinokameras (50-300 Mbit/s) wird für Auslieferung auf Streaming-Niveau (5-25 Mbit/s) komprimiert. Für Archivierung nutzt man Mezzanine-Formate wie ProRes oder DNxHR. Moderne Codecs wie H.265 und AV1 erreichen bei gleicher Qualität 30-50% kleinere Dateien als H.264.
Technische Details
Intraframe-Kompression nutzt räumliche Redundanz (ähnliche Pixel nebeneinander). Interframe-Kompression nutzt zeitliche Redundanz (ähnliche Bilder nacheinander). Bitrate (Konstant/Variabel), GOP-Struktur und Quantisierung bestimmen das Qualitäts-/Größenverhältnis.