Schwarze, lichtundurchlässige Flagge oder Molton zum kompletten Abschatten von Lichtquellen. Erzeugt harte Schatten und definierte Licht-Schatten-Grenzen.
Technische Details
Schwarze Solids bestehen aus schwerem Baumwoll-Molton mit einer Flächendichte von 300-600 g/m², der auf Aluminium- oder Stahlrahmen mit einer Profilstärke von 25-40 mm gespannt wird. Das Material absorbiert 98-99% des auftreffenden Lichts und reflektiert weniger als 1% zurück. Standardausführungen verwenden vernickeltes oder schwarz eloxiertes Aluminium mit abnehmbaren Eckverbindern für den Transport. Professionelle Versionen verfügen über verstärkte Ecken und austauschbare Stoffbespannungen mit Keder- oder Ösen-Befestigung.
Geschichte & Entwicklung
Die ersten Solids entwickelte die Firma Matthews Studio Equipment 1955 für die Filmstudios in Hollywood als Alternative zu schweren Holzpaneelen. Mole-Richardson führte 1963 das modulare System mit standardisierten C-Stand-Befestigungen ein. In den 1980er Jahren etablierte sich das Grip-Equipment-System mit einheitlichen Größenbezeichnungen und Zubehörteilen. Moderne Varianten aus Carbonfaser reduzierten das Gewicht um bis zu 40% gegenüber Aluminiumrahmen.
Praxiseinsatz im Film
Schwarze Solids kontrollieren Lichtspill bei Kunstlicht-Setups und schaffen definierte Schattenkanten für dramatische Beleuchtung. Bei Roger Deakins' Arbeit an "Blade Runner 2049" kamen großformatige 8' x 8' Solids zum Einsatz, um harte Schattengrenzen in den Innenräumen zu erzeugen. In der Porträtfotografie werden 2' x 3' Solids als Negative Fill eingesetzt, um die Aufhellung durch reflektierte Wände zu eliminieren. Der Aufbau erfolgt typischerweise mit C-Stands und Grip-Arms, wobei Sandsäcke die Stabilität gewährleisten.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zu Nets (reduzieren Lichtintensität) oder Silks (diffundieren Licht) blockieren Solids das Licht vollständig. Single Nets reduzieren die Lichtmenge um eine Blende, Double Nets um zwei Blenden, während Solids 100%ige Abschattung bieten. Moderne LED-Panels mit Barndoors ersetzen zunehmend kleinere Solids bei kontrollierten Studiobedingungen. Für Außendrehs bleiben großformatige Solids unverzichtbar, da sie unabhängig von der Stromversorgung arbeiten und bei direkter Sonneneinstrahlung wirksam bleiben.