Halogenbirne mit 250 Watt und 3400K Farbtemperatur — Standardleuchtmittel für kleine Filmscheinwerfer.
Überblick
"BBA" ist kein Hersteller und kein Gerätetyp, sondern ein ANSI-Lampencode – also eine genormte Drei-Buchstaben-Kennung, die ein bestimmtes Leuchtmittel herstellerübergreifend eindeutig beschreibt. Hinter dem Code BBA steht eine klassische Fotoflutlampe (Photoflood): eine Glühlampe mit Wolframwendel, die für die Foto-, Film- und Videobeleuchtung als kontinuierliche Lichtquelle gedacht ist. Dieselbe Lampe wird von mehreren Herstellern unter identischem Code angeboten, unter anderem von Ushio, OSRAM/Sylvania, Eiko/Wiko und GE.
Charakteristisch für Fotoflutlampen wie die BBA ist der überlastet betriebene Glühfaden: Die Wendel arbeitet bei deutlich höherer Temperatur als bei einer normalen Haushaltslampe. Das liefert eine hohe Lichtausbeute und eine definierte, warme Farbtemperatur – allerdings auf Kosten einer sehr kurzen Lebensdauer.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| ANSI-Code | BBA |
| Leistung | 250 W |
| Spannung | ca. 118–120 V |
| Farbtemperatur | 3400 K (Tungsten, warmweiß) |
| Sockel | E26 Medium (Schraubsockel) |
| Kolbenform | A21 (A-Form) |
| Oberfläche | mattiert / frosted |
Die Werte sind über die Datenblätter mehrerer Hersteller konsistent (Ushio, OSRAM/Sylvania, Eiko, GE). Die Lichtleistung liegt nach Herstellerangaben im Bereich von rund 8500–8700 Lumen; die exakte Zahl schwankt je nach Hersteller, weshalb sie als Näherungswert zu verstehen ist. Die Lebensdauer ist sehr kurz – Fotoflutlampen erreichen selten mehr als wenige Stunden Brenndauer, was unmittelbar aus dem überlasteten Betrieb der Wendel folgt.
Hinweis: Es existiert auch eine Variante für 240-V-Netze (ca. 275 W, B22d-Bajonettsockel) unter demselben Code BBA; die im englischsprachigen Raum verbreitete und übliche Ausführung ist jedoch die 250-W-Lampe mit E26-Sockel.
Einsatz am Set
Mit 3400 K liegt die BBA im klassischen Tungsten-Bereich (allerdings etwas höher als das Studio-Standard-Niveau von 3200 K) und lässt sich entsprechend mit anderen Kunstlichtquellen mischen. Die 3400-K-Photofloods waren historisch verbreitete Aufnahmebeleuchtung, sind im professionellen Set aber heute weitgehend durch Stufenlinsen, HMI und LED ersetzt.
Eine relevante Nische bleibt der Einsatz als Praktikable (Practical): Wenn eine im Bild sichtbare Leuchte – etwa eine Tisch- oder Stehlampe – auch unter der umgebenden Set-Beleuchtung noch deutlich leuchten soll, liefert eine Fotoflutlampe wie die BBA dank ihrer hohen Ausbeute das nötige sichtbare Glühen, wo eine normale Haushaltsglühbirne im Bild absaufen würde.
- Vorsicht Hitze: Wie alle hochbelasteten Glühlampen wird die BBA sehr heiß – beim Handling Handschuhe verwenden und auf ausreichenden Abstand zu Diffusion und brennbarem Material achten.
- Kurze Standzeit einplanen: Wegen der geringen Lebensdauer gehören Ersatzlampen in den Verbrauchsbestand (Expendables).
- Sockel/Spannung prüfen: Vor dem Bestücken sicherstellen, dass Fassung (E26) und Netzspannung zur jeweiligen BBA-Ausführung passen.