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ARRI/ZEISS Master Prime
Kamera · Equipment

ARRI/ZEISS Master Prime

[press · © ARRI, 2026]
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Cine-Festbrennweiten-Familie von ARRI und ZEISS — T1.3 über die ganze Serie, Super-35-Coverage, neutrale Auflösung. Seit 2005 das Arbeitstier vieler Spielfilm-Produktionen.

Überblick

Die Master Prime sind eine Serie sphärischer Cine-Festbrennweiten, die ARRI und Carl Zeiss gemeinsam entwickelt und 2005 eingeführt haben. Sie zählen seit Jahren zu den meistgenutzten High-End-Objektiven im Kino- und High-End-Werbebereich. Kennzeichnend sind die durchgängige Lichtstärke von T1.3 über fast den gesamten Brennweitensatz, ein hoher Kontrast, sehr geringes Atmen (Focus Breathing) beim Fokussieren und eine über die ganze Reihe einheitliche Charakteristik. Die Objektive sind für das Super-35-Format ausgelegt und werden über den standardisierten PL-Mount an die Kamera angesetzt.

Technische Merkmale

  • Typ: Sphärische Festbrennweiten (Primes) für Bewegtbild
  • Lichtstärke: T1.3 (durchgehend über fast den gesamten Brennweitensatz)
  • Fassung/Mount: PL-Mount
  • Bildkreis: Super 35
  • Blende: Iris mit mindestens neun Lamellen für rundes, weiches Bokeh
  • Vergütung: ZEISS T*XP-Vergütung zur Reduktion von Reflexen und Streulicht
  • Konstruktion: Asphärische Elemente sowie schwimmend gelagerte (floating) Elemente für gute Nahgrenzleistung und minimales Atmen
  • LDS: Integriertes ARRI Lens Data System zur Übertragung von Objektivdaten (z. B. Fokus, Blende, Brennweite) an kompatible Kameras

Brennweitensatz

Der Satz umfasst insgesamt 16 Brennweiten, die über mehrere Jahre ergänzt wurden. Die ursprüngliche Reihe (2005) bestand aus 16, 18, 21, 25, 27, 32, 35, 50, 65, 75 und 100 mm; 14 mm und 150 mm folgten 2007, das 12 mm 2010 und das 135 mm wurde 2011 vorgestellt.

EigenschaftAngabe
Brennweiten12, 14, 16, 18, 21, 25, 27, 32, 35, 40, 50, 65, 75, 100, 135, 150 mm
Maximale BlendeT1.3
Frontdurchmesser114 mm Standard (Ausnahmen: 12 mm mit 156 mm und 150 mm mit 134 mm)

Einsatz am Set

Die hohe Lichtstärke von T1.3 erlaubt Aufnahmen bei wenig Licht und eine sehr geringe Schärfentiefe für gezielte Freistellung. Durch das geringe Atmen eignen sich die Objektive besonders für Fokusfahrten und Schwenks, bei denen ein sichtbarer Bildgrößen-Sprung beim Fokussieren stören würde. Der einheitliche 114-mm-Frontdurchmesser (mit Ausnahme des 12 mm und des 150 mm, die abweichende Frontdurchmesser besitzen) vereinfacht im Grip- und Kameraalltag das Anbringen von Mattebox, Filtern und Follow-Focus, da bei Brennweitenwechseln innerhalb der Standard-Brennweiten meist kein Umbau nötig ist. Über das LDS lassen sich Objektivdaten direkt an kompatible ARRI-Kameras und Metadaten-Workflows übergeben, was insbesondere für VFX-Pipelines relevant ist.

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