Sensorformat von etwa 22x15mm, bietet 1,5-1,6x Crop-Faktor im Vergleich zu Vollformat.
Technische Details
Canon verwendet eine Sensorgröße von 22,2 × 14,8 mm mit einem Crop-Faktor von 1,6, während Sony, Nikon und andere Hersteller 23,6 × 15,7 mm mit Crop-Faktor 1,5 nutzen. Die Auflösung moderner APS-C-Sensoren reicht von 16 bis 32 Megapixel. Durch die kleinere Sensorfläche entstehen kleinere Photodioden, was bei gleicher Pixelzahl zu erhöhtem Bildrauschen führt. Die Schärfentiefe fällt bei gleicher Brennweite und Blende größer aus als bei Vollformatsensoren.
Geschichte & Entwicklung
Canon führte 2003 mit der EOS 300D die erste erschwingliche digitale Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor ein. Nikon folgte 2004 mit der D70, Sony übernahm 2006 die Minolta-Sparte und etablierte das E-Mount-System. Der Durchbruch für spiegellose APS-C-Kameras gelang Sony 2010 mit der NEX-Serie. Heute dominieren spiegellose Systeme den APS-C-Markt, während DSLRs nur noch eine Nebenrolle spielen.
Praxiseinsatz im Film
APS-C-Kameras wie die Sony FX30, Canon EOS R7 oder Fujifilm X-H2S werden häufig für Dokumentarfilme, Independent-Produktionen und als B-Kameras eingesetzt. Der Crop-Faktor erweist sich bei Teleaufnahmen als Vorteil – ein 200mm-Objektiv wirkt wie 300mm am Vollformat. Netflix-Serien wie "The OA" nutzten teilweise Sony APS-C-Kameras für spezielle Sequenzen. Die kompakten Abmessungen ermöglichen Gimbal-Setups, die mit Vollformatkameras zu schwerfällig wären.
Vergleich & Alternativen
Gegenüber Vollformatsensoren bietet APS-C geringere Kosten bei Kamera und Objektiven, jedoch schlechtere Low-Light-Performance und weniger natürliches Bokeh. Micro Four Thirds (Crop-Faktor 2,0) ist noch kompakter, aber mit weiteren Einbußen bei der Bildqualität. Super35mm-Kinokameras verwenden ähnliche Sensorgrößen wie APS-C, sind jedoch auf Videoproduktion spezialisiert. Vollformat dominiert bei High-End-Produktionen, während APS-C den Mittelklassemarkt und mobile Produktionen bedient.