Großer Verteiler mit sechs Stromanschlüssen für Filmleuchten. Ermöglicht zentrale Stromversorgung mehrerer Scheinwerfer über ein Kabel.
Überblick
Der 6-Light Maxi (auch „Maxi Brute Six-Light", „6-Light Maxi Brute" oder „Six-Light Molepar") ist ein Tungsten-Flächenscheinwerfer aus der Familie der Maxi Brutes. Er fasst sechs Sealed-Beam-Lampen vom Typ PAR64 in einem gemeinsamen Gehäuse, die jeweils einen eigenen Reflektor mitbringen. Jede Lampe lässt sich über einen eigenen Kippschalter einzeln zu- oder abschalten, sodass die Gesamtleistung in Stufen dosiert werden kann.
Der „6-Light" bezeichnet die Bestückung mit sechs PAR-Lampen und grenzt die Variante von größeren Brutes (z. B. Nine-Light/9.000 W) sowie von den kleineren Mini-Brutes/FAY-Köpfen (PAR36) ab. Charakteristisch ist die Bündelung mehrerer harter Einzelstrahler zu einer kräftigen, gerichteten Lichtquelle.
Technische Daten
Die folgenden Werte beziehen sich auf eine handelsübliche Tungsten-Ausführung (Cinelight Maxi Brute Six-Light). Maße, Stecker und Sockel variieren je nach Hersteller.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Bestückung | 6 × PAR64 |
| Leistung pro Lampe | 1.000 W |
| Gesamtleistung | 6.000 W (6 kW), stufenweise 1.000–6.000 W |
| Farbtemperatur (Tungsten) | 3200 K |
| Lampensockel | GX16d |
| Steuerung | 6 Einzel-Kippschalter (je Lampe) |
| Lampenkopf-Maße (ca.) | 98 × 62 × 24 cm |
| Gewicht (ca.) | 15–16 kg |
| Stromversorgung | z. B. CEE 32 A bzw. 6-Kreis-Socapex (herstellerabhängig) |
Lampen und Abstrahlcharakteristik
Der Lichtaustritt wird nicht über Linse oder Spiegel gefokussiert, sondern durch die Wahl der PAR64-Globe bestimmt. Übliche Abstrahltypen sind:
- VNSP (Very Narrow Spot)
- NSP (Narrow Spot)
- MFL (Medium Flood)
- WFL (Wide Flood)
Standard sind Tungsten-Globes mit 3200 K. Für Tageslicht-Anwendungen wurden früher dichroitische FAY-Globes (ca. 5000 K) eingesetzt; diese gelten heute als teuer und kurzlebig und sind weitgehend von HMI- und LED-Lösungen verdrängt worden.
Einsatz am Set
Der 6-Light Maxi liefert bei vergleichsweise geringem Anschaffungs- und Mietpreis viel „Punch" und wird vor allem für großflächige Aufgaben genutzt:
- kräftiges Hinterlicht (Backlight) über breite Bildausschnitte
- Anstrahlen von Fassaden und Kulissen bei Nachtaufnahmen
- harter Punch durch Fenster
- Aufhellung und Bounce bei Tag-Außen, häufig auf weiße Reflektorflächen gerichtet
Da sich die sechs Lampen einzeln schalten lassen, kann der Helligkeitspegel ohne Dimmer grob angepasst und so an andere Lichtquellen angeglichen werden. Bei größerem Motivabstand können die mehreren Einzelschatten weicher ineinanderlaufen. Das Licht bleibt jedoch grundsätzlich hart; für weiches Licht wird der Kopf typisch über Diffusion (Frost, Tuch) oder als Bounce eingesetzt.